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25.02.2019

Am Kreuz verbindet Christus alle Nationen

Viele Besucherinnen und Besucher, darunter eine Gruppe aus Indonesien, besuchten den Gottesdienst in Geldern (Kirchenkreis Kleve), der sich durch zahlreiche musikalische Beiträge auszeichnete. Fotos: Mika Purba

Am Samstag, den 16. Februar 2019 fand erstmalig ein internationaler Gottesdienst in der evangelischen Heilig-Geist-Kirche in Geldern im Kirchenkreis Kleve statt. Zu diesem Gottesdienst kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher verschiedener Herkunft, beispielsweise aus der Demokratischen Republik Kongo, aus Korea, dem Iran, aus Polen, China und natürlich aus Deutschland. Mit dabei war auch eine Gruppe aus Indonesien (PERKI Köln), die am Gottesdienst mit indonesischen und englischen Liedern mitwirkte.  

Der internationale Gottesdienst mit Abendmahl wurde in verschiedenen Sprachen gefeiert, damit alle Menschen verschiedener Herkunft und Sprachen den Gottesdienst aktiv mitfeiern konnten. Die Lieder wurden in diversen Sprachen gesungen und von der Kirchenband der Evangelischen Kirchengemeinde Geldern begleitet.

Die ökumenische Mitarbeiterin der VEM, Pfarrerin Mika Purba und VEM-Vorstandsmitglied Pastor Dr. Andar Parlindungan hielten die Predigt im Team. Die Liturgie und das Abendmahl standen unter der Leitung der Gemeindepfarrerin Sabine Heimann. Pfarrerin Mika Purba stellte in ihrer Predigt mit Blick auf die Bedeutung von Frieden die Frage: „Was heißt Frieden und welche Bedeutung hat der Begriff Frieden?” Sieben Personen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Ländern antworteten darauf mit Plakaten. Am Ende ihrer Predigt betonte die indonesische Theologin, dass Christus am Kreuz alle Nationen miteinander verbindet. Die Kirche sollte deshalb ein Ort sein, an dem die Menschen Frieden finden, an dem sie miteinander ins Gespräch kommen können und ihre unterschiedlichen Meinungen akzeptiert werden. Sie betonte: „Suche Frieden und jage ihm nach – das ist mehr als ein guter Vorsatz für das Jahr 2019, es ist die Ausrichtung des gesamten Lebens von Gott her und auf Gott hin.“

Dr. Andar Parlindungan vertrat die Meinung, dass das Thema Internationalisierung auf Gemeindeebene vorgestellt werden solle. Die VEM, die als internationale Gemeinschaft von Kirchen seit 23 Jahren besteht, freue sich über die verschiedenen Initiativen seitens der deutschen Gemeinden, die alle Nationen und Kulturen willkommen heißen.

In Bezug auf das Thema Frieden betonte Dr. Parlindungan, dass Frieden die Abschaffung aller rassistischen Ideologien und Verhaltensmuster bedeutet, weil alle Menschen von Gott gleich geschaffen wurden. In Richtung der Kirchen in Deutschland sagte er: „Die evangelischen Kirchen nennen sich Volkskirchen, aber das Volk ändert sich sehr schnell. Wenn ich auf der Straße bin, im Supermarkt, im Zug – überall sehe ich viele verschiedene Gesichter und Hautfarben, aber nicht in der Kirche. Da bin ich als Asiate und sind meine Geschwister aus Afrika meistens allein als Nicht-Weiße im Gottesdienst. Wenn unsere Kirchen hier in Deutschland Volkskirchen sein wollen, dann müssten sie doch auch das Volk widerspiegeln, das heute hier lebt, aber das ist noch nicht der Fall.“

Für Adib Khalil, ein muslimischer Künstler aus Syrien, der zum Gottesdienst eingeladen war, bedeutet Frieden, dass "man sich verträgt, dass man Konflikte mit Worten ohne Gewalt und Krieg löst." Mitgebracht hatte er viele Bilder, die er zum Thema Frieden gemalt hat. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen in seinem Heimatland wünschte er sich, dass es keinen Krieg in seinem Land oder in anderen Ländern mehr geben solle.

Nach dem internationalen Gottesdienst kamen die Besucher bei einem Imbiss im Gemeindesaal miteinander ins Gespräch. Eine Musikband begleitete den sich daran anschließenden interkulturellen Abend. Die auftretetenden Musiker stammten aus verschiedenen Ländern, einige von ihnen waren Geflüchtete, die schon öfters in den Gottesdiensten der evangelischen Kirchengemeinde Geldern gesungen und musiziert hatten.

"Frieden ist, wenn wir uns gegenseitig mit unseren unterschiedlichen Herkünften, Sprachen und Kulturen kennenlernen können. Die Welt ist schön, wenn wir voneinander lernen und hören. Durch die Musik, Lieder und Gebete hat Gott uns mit diesen vielen Ländern verbunden," so die indonesische Theologin Mika Purba.

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