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24.04.2019

Anschläge am Ostersonntag in Sri Lanka

Anlässlich der blutigen Anschläge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 300 Toten und vielen hunderten Verletzten bekundet die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ihre Anteilnahme und Solidarität mit den Glaubensgeschwistern und Familien der Opfer in Sri Lanka. „Wir sind erschüttert über das Ausmaß an Hass und Gewalt, dem so viele Menschen an Ostern zum Opfer gefallen sind“, so Jochen Motte, Mitglied des Vorstandes der VEM.  

Pfarrer Sujithar Sivanayagam von der Methodistenkirche in Sri Lanka, der im Juli dieses Jahres ein Seminar zu Friedensarbeit und Menschenrechten der VEM in Wuppertal leiten wird, berichtet über die Folgen des Bombenanschlags auf eine unabhängige evangelische Kirche in der Stadt Batticaloa im Osten des Landes: “Die Explosion ereignete sich in einer unabhängigen Kirche im Zentrum der Stadt Batticaloa. Die Zahl der Todesopfer ist auf 27 gestiegen, darunter viele Kinder. Vier Personen werden noch vermisst, es gibt über 40 Verletzte. Der Zugang zu den sozialen Medien ist bis auf Weiteres gesperrt. Wir haben viele betroffene Familien besucht und an Beerdigungen teilgenommen. Die Lage ist immer noch ernst. Alle Geschäfte sind geschlossen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft. Polizei und Militär patrouillieren in den Straßen und sichern jede Kirche. Die Pasikudah-Region wird aufgrund des dortigen Tourismus flächendeckend durch Militärkräfte gesichert. Nach einem Regierungserlass haben die Schulen im Land noch bis zum 28. April geschlossen. Als Eltern haben wir jedoch Angst, unsere Kinder danach wieder in die Schule zu schicken, wenn die Regierung die Sicherheit an den Schulen nicht gewährleisten kann.“

Bereits in der vergangenen Woche berichtete der Leiter der Methodistischen Kirche in Sri Lanka, Asiri Perera, von Einschüchterungen von Gemeindegliedern einer Kirche in Anuradhapura durch extremistische Kreise. Die VEM-Mitgliedskirche hatte Regierung und Polizei bisher vergeblich darum gebeten, die Gemeindeglieder vor Übergriffen zu schützen.

Unter Beteiligung von Christen und Buddhisten aus Sri Lanka sowie Vertreterinnen und Vertretern christlicher, muslimischer und jüdischer Religionsgemeinschaften aus Indonesien, Tansania, Kamerun, den Philippinen, Ruanda und Namibia wird die VEM im September dieses Jahres die zweite interreligiöse Friedenskonferenz im tansanischen Sansibar abhalten. Damit setzt sich die internationale Gemeinschaft von evangelischen Kirchen sichtbar gegen Gewalt, Hass und Extremismus und für Religionsfreiheit sowie ein friedliches Miteinander der Religionen ein.

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