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22.08.2019

Aufklärungskampagne im Kampf gegen Ebola

Ebola-Aufklärung bei einem Pastoralkonvent der CBCA im Ost-Kongo. (Foto: Hulda Vagheni/CBCA)

Ebola hätte kaum eine komplexere Region treffen können. Im Ost-Kongo herrschen seit Jahrzehnten Konflikte. Etliche Milizen kämpfen um die Kontrolle der Bodenschätze und terrorisieren die Bewohner sowie die Ebola-Helferinnen und -helfer. Immer wieder muss die Bevölkerung vor der Gewalt fliehen. Und die Epidemie ist bei weitem nicht das einzige Problem. Die Menschen haben neben der Gewalt und Flucht auch mit einem Masern-Ausbruch und mit Malaria zu kämpfen.

Zunächst herrschte vorsichtiger Optimismus, dass die Epidemie in den Griff zu bekommen ist. Der Kongo hat zuvor bereits neun Ebola-Ausbrüche bewältigt. Inzwischen stehen auch Medikamente zur Verfügung, mit denen etwa 70 Prozent der Infizierten geheilt werden können. Entscheidend ist, dass die Kranken und Angehörige möglichst früh gefunden und behandelt werden. Genau das ist aber die große Herausforderung und liegt zu einem Teil an Unwissenheit.

In einer Region, in der Malaria und Durchfallerkrankungen weit verbreitet sind, sterben einige Menschen, ohne dass ihre Familien sich bewusst sind, dass sie mit Ebola infiziert waren. Es liegt aber vor allem an der Angst und dem Misstrauen der Menschen. Nach Jahren der Gewalt und Instabilität hat die Bevölkerung wenig Vertrauen in die Behörden und in ausländische Helfer. Die Wege zur nächsten Ebola-Klinik sind oft weit und die Bedrohung durch Milizen groß. (Quelle: https://www.neuepresse.de/Nachrichten/Wissen/Ein-Jahr-Ebola-im-Kongo-Noch-kein-Ende-in-Sicht)

Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Ebola-Epidemie

Hinzu kommt, dass Gerüchte über Ebola die Runden machen, manche von ihnen absichtlich geschürt. Das Vertrauen der Bevölkerung ist aber extrem wichtig. Damit steht und fällt der Erfolg, eine Ebola-Epidemie unter Kontrolle zu bringen.

Diesen Gerüchten und Falschmeldungen tritt die Baptistische Kirche im Zentrum Afrikas (CBCA) derzeit mit einer groß angelegten Aufklärungskampagne entgegen. Mit 17.000 Euro fördert die VEM ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das aktuell umgesetzt wird und folgende Aktivitäten umfasst:

  • Workshops zur Situationsanalyse mit allen Pastoren;
  • Schulungen für alle Pastoren zu vorbeugenden Maßnahmen und zur Gestaltung sicherer und würdiger Bestattungen;
  • Herausgabe und Verbreitung einer Aufklärungsbroschüre;
  • Errichtung öffentlicher Informationstafeln;
  • Organisation von Sensibilisierungsveranstaltungen in Kirchen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und an öffentlichen Orten;
  • Ausstrahlung interaktiver Radiosendungen;
  • Einsatz eines Teams von Sensibilisatoren, die Hausbesuche durchführen;
  • Teilnahme an öffentlichen Impfungen.

Aktuell werden

  • 30 lokale Sensibilisatoren geschult und vor Ort eingesetzt, um alle Bevölkerungsgruppen auf Kiswahili und Französisch zu erreichen;
  • 350.000 Menschen sensibilisiert;
  • 300 Pastoren und Meinungsbildner geimpft;
  • 30 interaktive Radiosendungen organisiert;
  • Flugblätter verteilt.

Dank zahlreicher Spenden konnte die VEM bereits wirksame Maßnahmen fördern, die eine Ausbreitung von Ebola verhinderten. In der zentral gelegenen Äquatorprovinz ist dies gelungen. Dort unterstützte die VEM Soforthilfe und die Aufklärung über Schutzmaßnahmen. Mobile Filteranlagen zur Trinkwasseraufbereitung kamen zum Einsatz. Siehe auch das Youtube-Video von Pfr. Martin Domke und seine Einschätzung über die aktuelle Lage in Goma.

Nun gilt es, den erneuten Ausbruch der Epidemie im Osten des Landes zu bekämpfen. Jede weitere Spende unterstützt die laufenden Aktivitäten unserer Mitgliedskirche vor Ort.

Unser Spendenkonto IBAN: DE45 3506 0190 0009 0909 08

Zweckbestimmung:  Ebola bekämpfen

Viktor Grapentin (Leiter Team Projekte & Spenden)

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