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13.05.2018

Bombenanschläge auf drei Kirchen in Surabaya

Ephorus em. der größten evangelischen Kirche in Indonesien, HKBP, und VEM-Moderator, Willem Simarmata, verurteilte die Bombenanschläge auf drei Kirchen in Java am 13. Mai 2018. (Foto: VEM)

Am Sonntag, den 13. Mai ereignete sich in der ost-javanischen Hafenstadt Surabaya (Indonesien) eine Anschlagsserie auf gleich drei christliche Kirchen. Nach Polizeiangaben starben bei den Selbstmordanschlägen mindestens 13 Menschen, es gab mindestens 40 Verletzte. Zu den betroffenen Kirchen gehörten die Pfingstkirche in der Jalan Arjuna, die protestantische Kirche Gereja Kristen Indonesia (GKI) in der Jalan Diponegoround und die katholische Kirche von Santa Maria. Die Attentäter zündeten ihre Sprengsätze, als sich zahlreiche Gläubige zu den morgendlichen Gottesdiensten versammelt hatten. 

Nach Berichten indonesischer Medien wurden zwei weitere Bomben in zwei anderen Kirchen entdeckt, bevor diese explodierten. Die aktuelle Lage in Surabaya und ganz Indonesien ist angespannt. Die Regierung forderte alle Kirchen im Land auf, ihre Gottesdienste und Veranstaltungen für den Sonntag abzusagen. 

Der aus Indonesien stammende Moderator der VEM und vormalige Leiter der größten evangelischen Kirche in Indonesien, Pfr. Willem Simarmata, verurteilte die Selbstmordanschläge auf die drei Kirchen in Surabaya. Er bat die Angehörigen der Opfer um Geduld und forderte seine indonesischen Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, keine Angst vor den Terroristen zu haben. Wichtig sei jedoch eine erhöhte Wachsamkeit. Die Christinnen und Christen im Land sollten weiterhin ihre Gottesdienste feiern und ihrer Arbeit nachgehen. "Wir beten für die Polizei und Militärkräfte, dass sie mit dieser schlimmen Situation umzugehen wissen. Die Täter müssen vor Gericht gestellt werden, und alle terroristischen Aktivitäten müssen vollständig beendet werden." Er forderte das indonesische Parlament auf, ein Anti-Terror-Gesetz zu verabschieden, damit die Sicherheitsbehörden feste Vorschriften zum Bekämpfen jeder Art von Terrorismus an die Hand bekämen. "Der Staat muss da sein, um Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden für alle Menschen in Indonesien zu gewährleisten," so der indonesische Theologe.

Die Polizei geht von einem islamistischen Hintergrund aus, der im Zusammenhang mit einer Revolte in einem Hochsicherheitsgefängnis am Stadtrand der Hauptstadt Jakarta stehen könnte.

Der Generalsekretär der VEM, Pfr. Volker Martin Dally, schloss sich der Aussage des Moderators wie folgt an: „Wir verurteilen diesen Akt des Terrors gegen Christen. Aber wir werden nicht mit Hass oder Rachegedanken reagieren, sondern mit dem Rat des Paulus antworten: Wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen, dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Es gibt keine Alternative zum Dialog, den man durch solche Attentate verhindern will.“

Die Leitung der VEM-Mitgliedskirche auf Java, Greja Kristen Jawi Wetan (GKJW), stellte in ihrem Statement fest, dass Terrorismus nicht der Wille Gottes oder Teil der staatlichen Verfassung ist. Zudem bat die Kirchenleitung ihre Mitglieder um Fürbittengebete für die Opfer der Anschläge und deren Familien. Ferner forderte die javanische Mitgliedskirche mehr Stabilität und Sicherheit im Land sowie ein hohes Maß an Weisheit im Zusammenleben mit anderen religiösen Gemeinden.

Der Rat der Kirchen in Indonesien (PGI) forderte die Menschen auf, keine Fotos und Videos von den Anschlägen in den sozialen Medien zu posten, sondern statt dessen ein Zeichen für Liebe und Frieden zu setzen, damit der Terrorismus nicht sein Ziel erreichen und innerhalb der Gemeinden Angst und Schrecken verbreiten kann. Der Kirchenrat forderte außerdem die Politiker und Leiter der Gemeinden auf, die Gewalttat nicht für eigene politische Zwecke zu missbrauchen.

Dr. Martina Pauly

 

 

 

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