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16.09.2019

Das VEM-Stipendienprogramm

Berthe Nyiransabimana aus Ruanda konnte ein Bachelorstudium in Theologie absolvieren. In der Cyangugu-Diözese der Anglikanischen Kirche in Ruanda leistet sie als Pastorin wahre Pionierarbeit. (Foto: Pauly/VEM)

Ziel des Stipendienprogramms ist es, die strukturelle Entwicklung in den Regionen der VEM-Mitglieder voranzutreiben. Durch das Programm werden die personellen Kompetenzen in den einzelnen Institutionen der VEM-Mitglieder auf akademischem Niveau gestärkt. Dazu gehören Krankenhäuser und Gesundheitsstationen, Therapie- und Seminarzentren, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen mit Seminaren zum Thema Friedensarbeit, Gleichstellung, Trauma-Heilung und vieles mehr. Hierfür werden Studiengänge in verschiedenen Fachbereichen von Medizin über Psychologie, Diakonie, Theologie, Gesundheitsmanagement, Wirtschaftswissenschaften, Entwicklungsmanagement, Bildungswissenschaften bis hin zu Agrarwissenschaften angeboten.

Sowohl die Studierenden als auch die VEM-Mitglieder verpflichten sich, nach Abschluss des Studiums in einem langfristig angelegten Angestelltenverhältnis zusammen zu arbeiten. Bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten achtet die VEM auf gleiche Berücksichtigung der einzelnen Mitglieder, ein ausgewogenes Verhältnis der einzelnen Fachgebiete sowie auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. Stipendienanträge für Menschen mit besonderem Förderbedarf werden bevorzugt behandelt. Beispielsweise studiert zurzeit Arjuna Peranginangin als Stipendiat der VEM im Masterprogramm Englisch an der Universität Nordsumatra. Der Lehrer arbeitet an der Sonderschule Yapentra für Blinde der Christlich-Protestantischen Kirche in Indonesien und ist selber durch eine Sehbehinderung eingeschränkt.

Erfolgsstories

Mithilfe eines Stipendiums der VEM konnte Berthe Nyiransabimana aus Ruanda ein Bachelorstudium in Theologie absolvieren. In der Cyangugu-Diözese der Anglikanischen Kirche in Ruanda leistet sie als Pastorin wahre Pionierarbeit in einer neu gegründeten Gemeinde inmitten einer strukturschwachen Region. Als Leiterin der Mothers' Union engagiert sie sich gemeinsam mit anderen Frauen im Aufbau eines Projektes für alleinerziehende Mütter, die durch die Berufsbildung und Gründung von Kleingewerbe die Möglichkeit erhalten, ein eigenes Einkommen zu generieren.

Mit vielen Alumni ist die VEM aufgrund deren heutiger Position in ihren Kirchen und innerhalb der VEM noch immer eng verbunden, wie etwa mit Bischof Abednego Keshomshahara aus Tansania, Bischof Agustinus Purba, dem VEM-Moderator Willem Simarmata, beide aus Indonesien, Vicky Sasapu, Ärztin aus dem Kongo, sowie Dr. Dyah Ayu Krismawati aus Indonesien, der Leiterin der VEM-Abteilung Asien.

Seit 1952 vergibt die VEM Stipendien zur Qualifikation von Fachkräften. Die Zahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten ist seit 2003 von etwa 60 auf durchschnittlich 80 im Jahr 2019 gestiegen. Finanziert durch die Beiträge der einzelnen Mitglieder steht der VEM hierfür bisher ein festes Budget zur Verfügung. Der Bedarf an Fachkräften wächst jedoch und die Kosten für das Stipendienprogramm steigen. Damit wir weiterhin die personellen Kompetenzen der VEM-Mitglieder stärken können, erbitten wir Ihre Spende.

Pastor Dr. Andar Palindungan (Leiter der Abteilung Training & Empowerment) & Claudia Schletter (Assistentin im Stipendienprogramm)

Die VEM führt das Prüfsiegel für den verantwortlichen Umgang mit Spendengeldern und deren satzungsgemäße Verwendung.

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