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01.06.2011

Demonstration gegen Mord an Menschenrechtler

Die VEM-Vorstandsmitglieder Dr. Jochen Motte (rechts) und Polisi Kivava (links) sowie Dr. Jean Mutombo (Mitte) von der ECC, der zurzeit für die Evangelische Kirche von Westfalen arbeitet.

Menschenrechtsaktive aus ganz Deutschland trafen sich am Dienstagabend in Berlin, um mit einer Demonstration an den ersten Todestag des kongolesischen Menschenrechtsverteidigers Floribert Chebeya Bahizire zu erinnern. Immer noch sind die Hintergründe seines gewaltsamen Todes nicht aufgedeckt. Noch wenige Wochen vor Chebeyas Ermordung hatte sich VEM-Vorstandsmitglied Dr. Jochen Motte mit dem Menschenrechtler getroffen und mit ihm über die Menschenrechtslage im Kongo gesprochen.

Leiter der größten Menschenrechtsorganisation

Chebeya hatte als Leiter der größten kongolesischen Menschenrechtsorganisation „Voix des Sans Voix“ Menschenrechtsverletzungen in seinem Land aufgedeckt. Am 2. Juni 2010 wurde er tot aufgefunden. Einen Tag zuvor hatte er Berichten zufolge einen Telefonanruf bekommen, in dem er aufgefordert wurde, sich im Büro des Generalinspekteurs der nationalen Polizei einzufinden. Vor einem Militärgericht in Kinshasa hat ein mittlerweile Verfahren gegen acht Polizisten begonnen, die wegen Mordes angeklagt sind.

Ströbele sprach bei der Demonstration

Zu der Demonstration am Bebelplatz in Berlin hatten das Ökumenische Netz Zentralafrika, dem auch die VEM angehört, und zahlreiche andere Organisationen aufgerufen haben. Auf der Veranstaltung sprach unter anderem der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele.

Motte fordert Regierungen zum Handeln auf

Dr. Jochen Motte nahm an der Demonstration teil. „Als ich nur wenige Wochen nach unserem Treffen die Nachricht von seiner Ermordung erhalten habe, hat mich das zutiefst bestürzt. Mit der Demonstration ein Jahr nach diesem Verbrechen wollten wir nun an das Schicksal von Floribert Chebeya und vieler anderer Menschenrechtsverteidiger und Opfer von Menschenrechtsverletzungen erinnern. Außerdem wollen wir Regierungen insbesondere der Demokratischen Republik Kongo, dazu aufrufen, Menschenrechte zu schützen und Täter vor Gericht zu stellen und zu verurteilen.“

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