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01.02.2019

„Der Wunder größtes ist die Liebe“

Die Rubrik "Doppelpunkt" wird monatlich mit neuen Gedanken und Reflexionen verknüpft.

Das Rosenwunder-Märchen wurde in einem großen Gemälde im Schloss Wartburg dargestellt. Im Jahr 1207 lebte dort die Königstochter Elizabeth, die in Bratislava geboren war. Sie war mit dem Landgrafen Ludwig von Thüringen verheiratet. Das Ehepaar wohnte im Schloss Wartburg. Elizabeth war bekannt für ihre Barmherzigkeit. Sie hat an viele arme Bauernfamilien Brote aus einem Korb verteilt, den sie mit ihrem Mantel abgedeckt hatte. Ihr Mann verbot ihr, nach draußen zu gehen und mit den Menschen außerhalb des Schlosses Kontakt zu haben. Nach einer Legende erwischte der Landgraf Ludwig seine Frau eines Tages auf der Straße. Er war verärgert über seine Frau und fragte: „Was tragt Ihr da in Eurem Korbe?“ Elizabeth war erschrocken und kniete auf dem Boden. Sie versuchte, den Korb mit ihrem Mantel abzudecken, Ihre Hände zitterten. Der Prinz fragte noch einmal, was sich im Korb versteckte. Plötzlich kam Elizabeth eine Lüge in den Sinn. Sie antwortete leise: „es sind Rosen, Herr.“ Ihr Mann wusste, dass der Korb in Wahrheit Brote enthielt. Er nahm zornig sein Schwert und zog den Mantel von dem Korb. Der Korb lag nun offen da und ein Wunder war geschehen. Es lagen frische rote Rosen in dem Korb. Die Brote hatten sich in Rosen verwandelt. Dieses Märchen wurde geschrieben, um die Geschichte der Barmherzigkeit der Prinzessin für immer zu bewahren.

Es ist ein Wunder, wenn die Liebe zur Freude vieler Menschen wirkt. Wer hat Freude am Geben? Nicht nur die Empfänger, sondern noch mehr die Geber. Diejenigen, die anderen von Herzen geben, erleben, dass sie glücklicher sind. Und sie verstehen, was Jesus in der Apostelgeschichte 20,35 sagte: „Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.“

Ein Wunder geschieht, wenn wir teilen. Selbst kleines Brot zaubert ein Lächeln, ein hartes Brot führt zur Freude, ein trockenes Brot spendet Hoffnung. Dann verstehen wir das Wort von Apostel Paulus im 1. Korinther 13,13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“  Jesus Christus hat uns die wahre Bedeutung der Liebe gelehrt, als Er mit uns gelitten hat. Liebe ist nicht die Frage, ob man reich oder arm, gebildet oder ungebildet ist. Liebe ist die Gehorsamkeit an Jesus Christus, der seine Solidarität mit uns gezeigt hat. Christus war bereit, zusammen mit uns unser Leiden zu tragen und zusammen dagegen zu kämpfen. „Der Wunder größtes ist die Liebe. Amen.

Pastor Dr. Andar Parlindungan (Leiter der Abteilung Training & Empowerment)

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