Artikel Details

17.05.2018

Ebola - Soforthilfe für den West-Kongo

Dringend benötigt wird u.a. medizinische Ausrüstung für die Gesundheitszentren. (Foto: Uli Baege/VEM). Bild unten: aktuelle Informationen sind abrufbar unter: https://www.statnews.com/2018/05/09/new-ebola-outbreak-congo-raises-who-concerns

Die Demokratische Republik Kongo gab am Donnerstag, den 10. Mai einen erneuten Ausbruch der Ebola-Krankheit mit zehn Todesfällen bekannt. Dies ist das neunte Mal, dass Ebola in der Demokratischen Republik Kongo aufgezeichnet wurde, seit die oft tödlich verlaufende Krankheit in den 1970er Jahren zum ersten Mal in der Nähe des nördlichen Ebola-Flusses in dem großen zentralafrikanischen Land auftrat.

In Bikoro, etwa 130 km südlich von Mbandaka, hat das hochansteckende hämorrhagische Fieber von offizieller Seite mittlerweile mindestens 17 Menschen getötet. Unter den Toten soll auch eine Krankenschwester sein. Die neuen Krankheitsfälle werden in Ikoko stationär behandelt. In den umliegenden Gebieten, insbesondere in der Provinzhauptstadt Mbandaka, herrscht große Furcht, dass sich die Krankheit aufgrund des regen Handelsverkehrs mit dem Handelszentrum Bikoro schnell weiter verbreitet.  
In der Vergangenheit konnten die Ebola-Ausbrüche in abgelegenen Gebieten oftmals lokalisiert und relativ leicht isoliert werden. Bei dem aktuellen Krankheitsausbruch ist jedoch die Stadt Mbandaka mit über 1 Million Einwohnern unmittelbar gefährdet. Bikoro liegt an der Straße, die Mbandaka mit Ingende, Bolomba, Boende und Monkoto verbindet und die von vielen Menschen benutzt wird. Durch diesen intensiven Personenverkehr sind auch die benachbarten Gebiete im Norden, Nordwesten und Osten gefährdet. WHO-Offizielle befürchten deshalb, dass sich der jüngste Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo auf die Großstädte ausbreiten könnte

Was unternimmt die Regierung? Über Radio OKAPI wird die Bevölkerung über die medizinischen Maßnahmen informiert. Außerdem wird weitere Ausrüstung nach Bikoro geschickt, um eine mögliche Ebola-Epidemie in den kommenden Monaten in den Griff zu bekommen. Die gleiche Quelle informiert, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Million US-Dollar für medizinische Maßnahmen in Bikoro bewilligt hat.

Kirchen und lokale Nichtregierungsorganisationen sind wichtige Akteure, wenn es darum geht, die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten über die Kontaminationswege aufzuklären. Dazu gehören beispielsweise das disziplinierte Reinigen der Hände mit Wasser und Seife und der Verzicht auf den Genuß von Buschfleisch. Die Aufklärungsarbeit erfolgt über öffentlichkeitswirksame Kampagnen in Schulen, Kirchen und an allen öffentlichen Orten.

Die VEM-Mitgliedskirchen CDCC (Gemeinschaft der Jünger Christi) und CADELU (Vereinigung Evangelischer Kirchen des Lulonga-Flusses) der Kirche Christi im Kongo (ECC) haben sich der Ebola-Aufklärungskampagne, die von der Regierung und der WHO koordiniert wird, angeschlossen.

Hauptziele dieser Kampagne sind:

  1. Sensibilisierung der Menschen in Gemeinden, Schulen und Krankenstationen mit Blick auf die Ebola-Kontaminationskette.
  2. Ausstattung von Schulen, Gemeinden und anderen öffentlichen Orten mit Hygienematerialien. Hier fehlt es oftmals an der Grundausstattung zur Ebola-Prävention.
  3. Ausstattung des Gesundheitspersonals mit persönlicher Schutzausrüstung und ggf. Erste-Hilfe-Material, Beschaffung von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung für die Gesundheitszentren.

 

Spendenaufruf

Bitte beteiligen Sie sich an der Soforthilfe zur Unterstützung der beschriebenen Hilfsmaßnahmen der beiden kongolesischen VEM-Mitgliedskirchen CDCC und CADELU.

Spendenkonto: KD-Bank eG, IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08, Stichwort: Ebola

Für Rückfragen stehen Ihnen Pfarrer Dr. John Wesley Kabango, Leiter der Region Afrika, (kabango-j[at]vemission.org) oder Uli Baege, Referent für Projekte der Region Afrika, (baege-u[at]vemission.org) zur Verfügung.

Regelmäßige Informationen zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo sind außerdem abrufbar unter:

https://www.statnews.com/2018/05/09/new-ebola-outbreak-congo-raises-who-concerns

http://www.kongo-kinshasa.de/news/index.php

https://www.radiookapi.net

Wir führen das Prüfsiegel für den verantwortlichen Umgang mit Spendengeldern und deren satzungsgemäße Verwendung.

VEM bei Facebook

Aus der VEM

Ausschreibung

Partnerschaftsprojekt

Doktorat in Erwachsenenbildung

Bewerbungskriterien

Interreligiöses Handeln der VEM

Übersicht

Partnerschaftspreis 2018

Anmeldung bis zum 30. Juni 2018

Zeigen, was ich liebe

interreligiöse Handreichung

"Mission still possible?"

VEM-Abschlusserklärung zu Mission

Prayer Alert

Hier für den Gebetsnewsletter eintragen

VEM-Hymne

MP3-Song und Text

Das VEM-Journal erscheint alle 3 Monate neu

VEM-Jahresbericht 2016

Spenden

Zentrales Spendenkonto
IBAN: DE45 3506 0190 0009 0909 08
SWIFT/BIC: GENODED1DKD
Online Spenden

VEM-Newsletter

Immer auf dem aktuellen Stand. Regelmäßig neue Infos, Hintergründe, Materialien.
Newsletter abonnieren
Newsletter Archiv

Social Media