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27.01.2018

EKD meets VEM

v.l.: Generalsekretär der VEM, Pfr. Volker Martin Dally und Ratsvorsitzender der EKD, Bischof Heinrich Bedford-Strohm. (Foto: Pauly/VEM)

Am 26. und 27. Januar trafen sich im Rahmen einer Begegnungstagung der Rat, leitende Geistliche und das Amt der EKD im Tagungshaus auf dem Heiligen Berg in Wuppertal. Die Tagung stand unter der Überschrift „Wer glaubt, übernimmt Verantwortung“.

In seiner Andacht am Samstagmorgen verzichtete der Generalsekretär der VEM nach eigenem Bekunden darauf „die Gelegenheit zu nutzen, alle Register zu ziehen, um vor leitenden Geistlichen die unabdingbare Notwendigkeit der Mission zu schildern, sozusagen eine Ruhmesrede für die Mission zu halten“. Unter Bezugnahme auf den Predigttext für den kommenden Sonntag in Jeremia 9, 22-23 sprach Pfarrer Volker Martin Dally stattdessen von der Herausforderung des Ruhmverzichts.

Dass es nicht weh tut, gebauchpinselt zu werden, verhehlte der Andachtshalter nicht, allerdings erinnerte er mit den Worten Nietzsches – „Auf Ruhm hast du den Sinn gerichtet? Dann acht der Lehre: Beizeiten leiste frei Verzicht. Auf Ehre“ – auch an die dunkle Seite der Bauchpinselei: nämlich dann, wenn Ruhm das Denken und Handeln der Menschen korrumpiert und das Ehrgefühl auf der Strecke bleibt. Im kirchlichen Kontext bestehe zudem die Gefahr, die Freiheit des Evangeliums aufzugeben, um der Öffentlichkeit zu gefallen.

Mit Blick auf das Tagungsthema verwies der Theologe noch einmal auf Jeremia, der empfiehlt, zu erkennen, dass es dem HERR gefalle, Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit auf Erden zu üben. Über diesen Umweg gelangte Dally dann doch zum Thema Mission, indem er die Missionserklärung von Busan zitierte, die selbstkritisch feststellt, dass die Mission „größtenteils darin versagt hat, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Systeme kritisch zu hinterfragen, die Völker marginalisiert haben“ und das vorherrschende Primat des materiellen Überlegenseins kritisierte. Auch Karl Barth fand Erwähnung, der das Grundproblem der Mission in seiner kirchlichen Dogmatik wie folgt beschreibt: „Mission setzt voraus, dass die Gemeinde sie gleichzeitig, von allem blöden Hochmut des weißen Mannes ganz frei, als solche zu schätzen und ernst zu nehmen und ihnen das Evangelium in seiner radikalen Eigenart und Neuheit gegenüber zu stellen weiß.“ Dass von der radikalen Eigenart und Neuheit des Evangeliums nichts verloren gegangen ist, stellte Dally abschließend fest und mahnte: „Wer glaubt, übernimmt Verantwortung, dies täglich neu in Wort und Tat zu leben.“ 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EKD-Tagung besuchten außerdem das Stadtteilzentrum in Wichlinghausen, die Gemarker Kirche und das Museum für Frühindustrialisierung. Ferner standen Begegnungen mit dem Präsidenten des Wuppertal-Instituts Prof. Schneidewind, dem Rektor der Bergischen Universität Prof. Lambert Koch sowie mit dem Oberbürgermeister Andreas Mucke samt Eintragung in das goldene Buch der Stadt Wuppertal auf dem Programm.

Dr. Martina Pauly

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