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17.10.2019

"Erinnerung, Versöhnung und Gerechtigkeit"

Die Reisegruppe in Kapstadt. (Foto: Sarah Vecera/VEM)

„Erinnerung, Versöhnung und Gerechtigkeit“ – unter diesem Thema steht die Studienreise nach Südafrika vom 13. bis 25. Oktober. Pfarrerin Claudette Williams (Vereinigende reformierte Kirche im südlichen Afrika, URCSA), Dr. Sabine Federmann (Evangelische Akademie Villigst) und Sarah Vecera (VEM) begleiten die 15köpfige Reisegruppe.

Wie ist Erinnern und Versöhnen möglich unter sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen? Dabei spielen Erinnerungsorte eine große Rolle. Erinnerungsorte sollten auch immer Orte der Versöhnung sein. Dies wurde in Südafrika und hier vor allem auf der Gefangeneninsel Robben Island deutlich, wo ehemalige Häftlinge Teile der Besucherführung übernehmen. Das Victor-Verster-Gefängnis außerhalb von Kapstadt ist ein solcher Erinnerungsort. Die Reisegruppe besuchte dieses Gefängnis, in dem Nelson Mandela die letzten 14 Monate seiner Haft verbrachte. Ein Mitarbeiter des Gefängnisses, führte die Reisegruppe herum und berichtete eindrücklich von der Inhaftierung Nelson Mandelas. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dieser Besuch ein außerordentlich berührender Programmpunkt. Desiree Brown, Generalsekretärin der Vereinigende reformierte Kirche im südlichen Afrika (URCSA), und Tommy Solomons, Ökumenereferent der Rheinischen Kirche in Südafrika (RCSA), und seine Frau Pat Solomons begleiteten die Gruppe. Beide Kirchen, die seit November 2018 Mitglieder der VEM sind, haben die Reisegruppe herzlich empfangen. Von der URCSA stellten Pastor Llevellyn MacMaster (Moderator der Kapsynode) und Desiree Brown die Arbeit ihrer Kirche vor. Tommy Solomons und seine Frau Pat von der RCSA gaben einen Einblick in die Geschichte ihrer Kirche.

Gegenstand dieser Studienreise war der Austausch von verschiedenen Möglichkeiten des Erinnerns und Versöhnens sowie die Frage nach Gerechtigkeit. Neben thematischen Workshops mit Südafrikanerinnen und Südafrikanern beispielsweise zum Thema Landreform, dem Besuch von Erinnerungsstätten (die Kirche von Belhar) und von Projekten im Bereich Versöhnung und Gerechtigkeit gab es auch Zeit, Kapstadt zu erleben. Auf dem Programm stand darüber hinaus die Stadt Stellenbosch, etwa 50 Kilometer östlich von Kapstadt, und der Besuch des dortigen Centre for Healing of Memories.

Sarah Vecera (stellvertretende Leiterin der Abteilung Deutschland)

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