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30.01.2018

Frauenrechte durchsetzen, und zwar überall!

Frauenrechte lange gefordert bis heute in vielen Ländern nur ein Versprechen. Gewalt gegen Frauen, ungleicher Lohn für Frauen, kaum Zugang zu Bildung für Frauen sind in vielen Ländern der Erde noch immer eine Realität.

Foto oben: v.l. Henny Engels, Jochen Motte und Irene Girsang. Foto unten: v.l. Anja Vollendorf und Henny Engels vor dem Motiv der diesjährigen Menschenrechtsaktion der VEM. (Fotos: Pauly/VEM)

37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Koordinierungsausschüsse ökumenischer Frauen und für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC) der deutschen Region trafen sich am 29. Januar im Audimax des Tagungshauses auf dem Heiligen Berg in Wuppertal, um über die Durchsetzung von Frauenrechten in Deutschland und einzelnen VEM-Regionen zu diskutieren. Thematischer Anknüpfungspunkt war die diesjährige Menschenrechtsaktion der VEM mit dem Titel "Gewalt gegen Frauen ächten - Frauenrechte durchsetzen". Jochen Motte, Leiter der JPIC-Abteilung, gab eine biblische Einführung in das Thema und schilderte, auf welche Weise die Rechte von Frauen innerhalb der VEM-Struktur berücksichtigt werden, so zum Beispiel mit einer Frauenkonsultation im Vorfeld der Vollversammlung, dem Verhaltenskodex gegen sexuelle Belästigung und einer Gender-Richtlinie.

Das Einstiegsreferat hielt die Frauenrechtsexpertin Henny Engels, Mitglied des Bundesvorstands der Lesben und Schwulen in Berlin, die zunächst einen geschichtlichen Abriß über die Durchsetzung von Frauenrechten auf UN-Ebene und innerhalb der deutschen Gesellschaft vortrug. Anhand von fünf Thesen fasste sie die Situation wie folgt zusammen:

  1. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland postuliert.
  2. Die Proklamation hat nicht zum Ziel geführt. Nachbesserungen waren notwendig auf UN-Ebene, aber auch in der Bundesrepublik Deutschland.
  3. Den beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland kommt eine besondere Bedeutung in der Diskussion um Gleichberechtigung und Gleichstellung zu - werden sie dem auch gerecht? Unter Bezugnahme auf den evangelischen Gleichstellungsatlas 2015 ergänzte Engels, dass sich das im Verhältnis mehrheitliche Engagement von Frauen in der Kirche gegenwärtig noch nicht in den Führungetagen der Landeskirchen widerspiegele.
  4. Die Realität sieht auch heute immer noch anders aus als es die Proklamationen vermuten lassen - dargelegt an den Beispielen Zugang zu Bildung, Beteiligung am Erwerbsarbeitsmarkt und an der Herausforderung Gewalt gegen Frauen. Verbesserungen sind also nach wie vor erforderlich.
  5. Es geht nicht "nur" um Diskriminierung - es geht um mehr!

Im Hinblick auf das schwierige Festhalten erreichter Ziele stellte Engels vor allem in der aktuellen politischen Landschaft einen Rollback fest. "Aber auch Schulbücher, in denen die traditionelle Frauenrolle weitergegeben wird, sorgen dafür, dass sich wenig bewegt," so die Frauenrechtsexpertin. Hier forderte Engels, dass sich die bisherige Rolle von Mann und Frau im Zuge einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung weiterentwickeln müsse.

Anja Vollendorf, Evangelische Kirche im Rheinland, berichtete über sexuelle Gewalt in Konflikten und Kriegen am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo. Strategien zu Überwindung und zum Schutz von Opfern häuslicher Gewalt stellten Sabine Emming vom Frauenhaus Soest, Basilisa Dengen von Watch Indonesia, Maria-Teresa Amarante von Amnesty International und Ipyana Mwamugobole, ökumenischer VEM-Mitarbeiter aus Tansania, vor. Dass sexuelle Belästigung und Gewalt innerhalb kirchlicher Institutionen immer noch ein Tabuthema ist, erläuterten Claudia Paul, Beauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland für den Umgang mit Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung, Jean Gottfried Mutombo, aus der DR Kongo stammender ökumenischer Mitarbeiter der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie Irene Girsang, Referentin für interregionale Frauenprogramme der VEM.

Dr. Martina Pauly

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