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14.06.2018

Gemeinsam wird es ein Fest

Bild oben: VEM-Standbesetzung bei dem Kirchentag in Wuppertals Westen. Bilder darunter: sportlicher Einsatz der Jungen Erwachsenen an der VEM-Tischtennisplatte (Fotos: Anja Cours/VEM).

Unter dem Motto „Gemeinsam wird es ein Fest“ hatten vom 8. bis 10. Juni evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden aus Wuppertal-Sonnborn und -Vohwinkel zum großen Fest auf und um den Lienhardplatz eingeladen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten ein vielfältiges und attraktives Programm, an dem auch die VEM aktiv mitwirkte.

Diakon Willibert Pauels, besser bekannt als „ne bergische Jung“, hielt tiefgründig und humorig am Freitag die Predigt beim Eröffnungsgottesdienst. Im Anschluss fand der Abend der Begegnung statt und es gab reichlich Gelegenheit, in Gesprächszelten, bei Mitmach-Aktionen oder beim afrikanischen Trommelworkshop mit Michel Sanya Neues auszuprobieren.  

Der Samstag begann mit dem „Markt der Möglichkeiten“ und viele Vereine und Organisationen präsentierten dort sich und ihre Arbeit. Am VEM-Stand trafen sich Süd-Nord-Freiwillige der VEM und es ging fröhlich und international zu. Ein Bilderquiz mit verschiedenen Gerichten und exotischen Früchten aus der VEM-Welt brachte so manchen Besucher zum Grübeln.

In seiner Bibelarbeit zum Thema „Sieh da die Hütte Gottes – wie Gott bei uns Menschen wohnt“, erzählte VEM-Austauschpfarrer Favor Bancin von seiner Hoffnung für ein friedliches Zusammenleben der Religionen, auch wenn es in seiner indonesischen Heimatregion Aceh momentan Grund zur Sorge gibt. Nicht Radikalisierung und der Wunsch nach Rache darf die Antwort auf Gewalt sein. Der Text aus der Offenbarung gibt ihm dabei Zuversicht und Stärke.

Am Abend startete das Jugendprogramm des Kirchentages, in weiten Teilen gestaltet vom Netzwerk Junge Erwachsene in der VEM. Der aufgebaute Menschenkicker verbreitete gute Laune und spornte zu WM-reifen fußballerischen Höchstleistungen an. Drei Live-Bands spielten für die meist jugendlichen Besucher auf der Bühne. Zwischen den Auftritten animierte der Künstler und Entertainer Paulo Santos immer wieder zu Bewegung und Tanz und verbreitete brasilianisches Flair auf dem noch immer sommerlich warmen Lienhardplatz.

Der Sonntag begann mit einem Familiengottesdienst und ein buntes Programm für Familien und Kinder schloss sich an. In einem Impulsreferat nahm der Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission, Volker Martin Dally, die gut 20 Teilnehmer mit auf eine Reise in die weltweite Ökumene. Damit das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen gelingt, müssen sich Menschen begegnen, denn Begegnung verändert, so einer seiner Kernaussagen. Das erlebten schon die ersten ausgesandten Missionare, die auf eine ganz andere Gesellschaft trafen, als die, die sie aus ihren Büchern und Vorschriften kannten. Dass Begegnung auch bei Bedrohung stärkt, erlebte Dally bei seiner jüngsten Reise in die Philippinen. Auch die gewaltsame Einnahme, Belagerung und Zerstörung des Dansalan Colleges in Marawi durch islamische Terroristen konnte die Menschen verschiedenster Religionen, die in dem College lehren und arbeiten, nicht voneinander trennen. Die Menschen sind nicht bereit, aufzugeben und sich dem religiösen Fanatismus, egal aus welcher Richtung er kommt, zu unterwerfen: Gemeinsam wollen sie das College wieder aufbauen.

Der feierliche Abschlussgottesdienst bildete einen würdigen Schlusspunkt der drei Tage.  Dann hieß es Abschied nehmen vom Kirchentag im Westen: Dankbar und gestärkt durch den Segen und in der Erkenntnis, dass es nur gemeinsam ein solch schönes Fest werden konnte.

Anja Cours & Gethsemane Bejaxhiu (VEM-Team Kommunikation & Medien)

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