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17.09.2019

Internationale interreligiöse Friedenskonferenz der VEM in Sansibar

Auf der Pressekonferenz am 14. September in Stone Town betonten die anwesenden Geistlichen, wie wichtig die Vernetzung und Zusammenarbeit von lokalen interreligiösen Friedensinitiativen aus ihrer Sicht seien. Die Teilnehmer (v.l.): Rev. Lusungu Mbilinyi, Pastor Jochen Motte, Bischof Augustin Shao, Scheich F. Soraga, Rev. Nuhu, Rev. Mushi. (Foto: Kambale Kahongya/VEM).

Vom 20. bis 23. September 2019 fand in Stone Town auf der tansanischen Insel Sansibar die zweite internationale interreligiöse Friedenskonferenz der VEM für Frieden und inklusive Gemeinschaften statt. Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, muslimischen Verbänden, jüdischen Gemeinden sowie buddhistische Geistliche nahmen an der Tagung teil.

Vorbereitet wurde die Konferenz von der Lutherischen Kirche in Tansania, der Anglikanischen und Katholischen Kirche sowie von Vertretern der muslimischen Gemeinde, die seit vielen Jahren in dem interreligiösen Kooperationsprojekt „Zanzic“ eng zusammenarbeiten.

Zweite Friedensinitiative nach 2017

Auf einer Pressekonferenz am 14. September 2019 in Stone Town betonten die anwesenden Geistlichen, wie wichtig die Vernetzung und Zusammenarbeit von lokalen interreligiösen Friedensinitiativen aus ihrer Sicht seien.

Sie dankten der VEM, dass die Friedensinitiative nach der ersten interreligiösen Friedenskonferenz in Deutschland im Jahr 2017 jetzt auf dem afrikanischen Kontinent an einem Ort fortgesetzt wurde, an dem seit Jahrhunderten islamische und christliche Kulturen ihre Spuren hinterlassen hatten.

Jochen Motte, Mitglied des Vorstands der VEM und Verantwortlicher für das Programm, betonte für die VEM-Kirchengemeinschaft: „Das gemeinsame Eintreten gegen Extremismus und Gewalt ist eine vordringliche Aufgabe. Dies gilt umso mehr auf dem Hintergrund der Anschläge auf Moscheen im März dieses Jahres in Neuseeland mit 51 Toten und im April auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka mit mehr als 259 Ermordeten.“

Lusungu Mbilinyi, pädagogischer Mitarbeiter der VEM in Wuppertal, der selbst viele Jahre als Pfarrer in Sansibar tätig war und Kambale Kahongya, Leiter des Programms „Frieden und Menschenrechte“ im Regionalbüro der VEM im tansanischen Dar-es-Salaam, erwarteten von der Tagung, dass die Akteure für Frieden und gegen Extremismus und Gewalt aus den Kirchen und muslimischen Gemeinschaften in Afrika in ihrer Arbeit gestärkt und die Teilnehmenden aus anderen Regionen durch Begegnungen und Anstöße aus den Erfahrungen in interreligiöser Friedensarbeit auf Sansibar inspiriert werden.

Zum Abschluss der Konferenz setzten die Teilnehmenden mit einer öffentlichen Kundgebung im Donge Garden/Darajari in Stone Town ein gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen und gegen Gewalt und Extremismus.

Als Kooperationspartner waren die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche im Rheinland und Justitia et Pax an der Friedenskonferenz beteiligt.

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