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09.07.2019

Kirche im Zelt

Die Zelt-Kirche mit den Gottesdienstbesuchern im Flüchtlingscamp (Foto: K. Neubauer/VEM)

Acht Experten und Expertinnen aus der Flüchtlingsarbeit in Afrika, Asien und Europa besuchen vom 1. bis 17. Juli 2019 kirchliche und nicht-kirchliche Flüchtlingsprojekte in der Region der Afrikanischen Großen Seen. Im zweiten Teil des Workshops der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) „Damit aus Fremden Freunde werden“ sind die Teilnehmenden im Gespräch mit Flüchtlingsorganisationen, Kirchen und Geflüchteten.

Die Baptistische Kirche im Zentrum Afrikas (CBCA) in Kampala, Uganda, ist eine Gemeinde von Geflüchteten. Etwa 90% der 540 Gemeindeglieder sind vor Gewalt und Vertreibung aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo geflüchtet. In Kampala unterstützt ein Team der CBCA die Geflüchteten beim Aufbau ihres Lebensunterhaltes, sei es durch technische und finanzielle Hilfe in den Bereichen Hühnerzucht und Textilgewerbe oder Trainings im Friseursbetrieb. Pfarrer Ezechiel Kathege, ein Teilnehmer des VEM Partnerschaftsworkshops, leitet die CBCA Gemeinde in Kampala. Die Geflüchteten seien in Kampala generell gut integriert, berichtet der aus dem Kongo stammende Pfarrer. Dennoch sind die Herausforderungen der CBCA in Kampala groß. Es könnten nicht alle Geflüchteten unterstützt werden und die Gemeinde feiert ihre Gottesdienste im Zelt.

Uganda hat die meisten Geflüchteten in Afrika aufgenommen: Über 1,1 Millionen Menschen aus der Demokratischen Republik Kongo, Somalia, dem Südsudan und anderen afrikanischen Ländern leben derzeit als Geflüchtete in Uganda. Eine Siedlung des UN-Flüchtlingskommisariats UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) mit 92.000 Geflüchteten befindet sich im Westen Ugandas. Die Teilnehmenden des VEM-Partnerschaftsworkshops erfuhren in Gesprächen mit einem Regierungsvertreter und Geflüchteten welche Herausforderungen in der Siedlung Kyaka bestehen. Es mangele an sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen, medizinischer Versorgung und ausreichend Schulpersonal, berichteten Regierungsvertreter als auch Geflüchtete. Auf die Frage, ob sie in die Demokratische Republik Kongo zurückgehen möchten, antwortete eine Gruppe Geflüchteter mit einem entschiedenen „Nein“. Die Situation in der Kyaka Siedlung sei sehr schwierig, doch in ihrer Heimat herrsche kein Frieden, da bewaffnete Rebellengruppen im Ost-Kongo schwere Gewalttaten an der Bevölkerung verüben. Das Leben im Kongo sei deshalb viel schlimmer als die schlechten Bedingungen in der Flüchtlingssiedlung.

Im Anschluss an den Besuch in Uganda reist die internationale Delegation nach Ruanda, um die Flüchtlingsarbeit der Anglikanischen Kirche in Ruanda (EAR) und der Presbyterianischen Kirche in Ruanda (EPR) kennenzulernen.

Kristina Neubauer (Referentin für Partnerschaftsarbeit)

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