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06.03.2019

Lernen von Dr. Mukwege

Friedensnobelpreisträger Dr. Mukwege (links) mit Dr. Boketsu (Foto: Dr. Bosolo).

Seit Mitte Januar halten sich die beiden kongolesischen Ärzte Dr. Bosolo und Dr. Boketsu von der Jüngerkirche in der Äquatorregion zur Fortbildung bei Dr. Mukwege, dem Nobelpreisträger 2018, in Bukavu auf.

Dr. Mukwege ist kongolesischer Gynäkologe, Menschenrechtsaktivist, Gründer und leitender Chirurg des Panzi-Hospitals in Bukavu in der Süd-Kivu-Region. Mukwege gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen von Mädchen und Frauen, die durch Gruppenvergewaltigungen sowie durch gezielte physische Unterleibsschändungen verursacht wurden.

Dr. Bosolo berichtet, daß er inzwischen schon mehrfach mitoperieren konnte. Er sei sehr froh, dass er die Chance habe, besonders schwierige Operationstechniken zu erlernen, um damit Frauen helfen zu können, die er bisher nicht behandeln konnte. Finanziert wird die Fortbildung von Dr. Boketsu von der VEM.

Dr. Bosolo leitet seit 2011 das Ambulanzboot, mit dem ein Team aus medizinischen Fachleuten mehrmals im Jahr unterwegs ist, um die gesundheitliche Basisversorgung für entlegene, nur per Boot erreichbare Dörfer des Kreises Bolenge in der Demokratischen Republik Kongo sicherzustellen. An den Flüssen wie Kongo und Ubangi leben über 200.000 Menschen, die nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Neben den notwendigen Operationen nutzt Dr. Bosolo immer wieder die Gelegenheit, die Menschen über Ebola und die Ansteckungswege zu informieren. Zu seinem engagierten Team gehört auch die VEM-Mitarbeiterin Bibiane Chiragane, die die Menschen über HIV/AIDS aufklärt und rund um die Familienplanung berät.

Das Projekt wird federführend betreut von dem Kirchenkreis Dortmund, der eine Partnerschaft mit Bolenge pflegt. Mit der Unterstützung der VEM konnte mittlerweile ein neues Ambulanzboot gebaut werden, das seit wenigen Monaten im Einsatz ist.

 

Das Ambulanzboot-Projekt auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund

Während des nächsten Kirchentags wird der Kirchenkreis Dortmund im "Weltgarten" (Global Garden) auf dem Gelände der Westfalenhallen ein Ambulanzboot-Zelt aufbauen, um dort das Hilfsprojekt vorzustellen, mit dabei: Dr. Bosolo.

Das Ambulanzboot gilt deshalb als vorbildliches Projekt, weil hier Fachleute vor Ort und externe Partner eine Kooperation eingegangen sind, um extreme Not zu lindern. Diese bislang einmalige Zusammenarbeit erfolgt in gegenseitigem Vertrauen, um gemeinsam die Zukunft zu planen und in diese zu investieren – ein gutes Beispiel, das Mut macht.

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