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12.09.2019

Mit der VEM zu mehr Fortschritt für benachteiligte Menschen

VEM-Mitarbeiterin Bibiane Ciragane übernimmt die wichtige Gesundheitsberatung und medizinische Vorsorgemaßnahmen im Westen Kongos.

Kongolesische Ärzte arbeiten unter schwierigen Bedingungen in der Äquatorregion.

Die mit VEM-Mittel erbaute Kirche in Kinshasa gehört zu den größten im Land.

Die Kirchen fördern einkommensschaffende Maßnahmen wie beispielsweise im Handwerksbereich.

Die landwirtschaftliche Kooperative unterstützt vor allem Frauen mit dem Ziel, Einkommen zu generieren.

VEM-Mitarbeiter Kanyena Safari leistet Entwicklungshilfe im landwirtschaftlichen Bereich. (Fotos: Uli Baege/VEM)

Vom 11. bis 20. August 2019 besuchte ich gemeinsam mit dem Generalsekretär der VEM, Pastor Volker Martin Dally und dem Projektreferenten meiner Abteilung, Uli Baege, den Westen der Demokratischen Republik Kongo. Auf dem Programm standen Gespräche mit den Kirchenleitungen der Eglise du Christ au Congo (ECC) in Kinshasa, der Communauté des Disciples du Christ au Congo  (CDCC) in Mbandaka und der Communauté Association des Eglises Evangéliques de la Lulonga (CADELU) in Basankusu. Darüber hinaus waren Treffen mit den Menschen vor Ort vorgesehen, die durch unsere Projekte gefördert werden. Acht Tage lang reiste unsere dreiköpfige Delegation von Gemeinde zu Gemeinde und besuchte dabei sechs ländliche und zwei städtische Gemeinden, die von der VEM unterstützt werden.

Besuch bei der CADELU-Kirche

Unsere Delegation nahm an der Eröffnung der von der VEM geförderten Berufsschule der CADELU in der 12 Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Kinshasa teil. Die Schule wird voraussichtlich Mitte September 2019 ihren Betrieb aufnehmen. Obwohl es der Kirche offensichtlich an Mitteln fehlt, beweist sie eine starke Verpflichtung zur Eigenständigkeit und zur Mobilisierung lokaler Ressourcen. Wir besuchten außerdem Kirchengebäude in Kinshasa und in Bongunda (Basankusu), die mit VEM-Mitteln gebaut wurden. Auf diese Weise hatten wir als aktuelle VEM-Mitarbeiter auch die Gelegenheit, die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen aus den 1990er Jahren zu sehen und wertzuschätzen.

ECC-Präsident Dr. Andre Bokundoa Bo-Likabe und seine Mitarbeiter trafen wir in einem informativen Gespräch. Anschließend besuchten wir die Kathedrale von Kinshasa, ein Projekt zur Unterstützung von Straßenkindern, denen Zauberei vorgeworfen wird sowie eine Gruppe zur Unterstützung von Frauen mit Behinderungen. Alle diese Menschen sind aktiv an einkommensschaffenden Aktivitäten beteiligt, um ihren Familien dabei helfen, die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Gesundheit und Bildung zu decken.

Besuch bei der CDCC-Kirche

Unser Besuch in Mbandaka war von drei Hauptereignissen geprägt: 1. der CDCC-Generalversammlung, 2. der Feier des 120-jährigen Jubiläums der Kirche und 3. dem Auftakt zum 25. Jubiläum der internationalen VEM. Besichtigt wurden außerdem die landwirtschaftlichen Aktivitäten der Kirche und die Bokilimba-Grundschule, in die hauptsächlich Kinder aus benachteiligten Familien der Region gehen. In Mbandaka stiegen wir auf das CDCC-Ambulanzboot, das entlang des Kongo-Flusses medizinische Hilfe unter Verwendung der von internationalen Partnern bereitgestellten modernen Instrumente und Materialien leistet. Erst vor kurzem wurde ein neuer Motor von den Partnern in Dortmund und anderen deutschen Regionen finanziert.

Es ist bewundernswert, wie Frauen und Männer unter den schwierigen Bedingungen der Äquatorregion der Demokratischen Republik Kongo wichtige Projekte gemeinsam umsetzen. Kirchenleiter, die für Gesundheits- und Entwicklungsfragen vor Ort zuständigen VEM-Mitarbeitende, einfache Bauern, verwitwete Frauen, Waisen, ethnische Minderheiten wie Pygmäen, Bauarbeiter sowie Ärzte und Krankenschwestern arbeiten Hand in Hand, um den großen Armutsproblemen zu begegnen. In den abgelegenen Gebieten kümmern sich die Kirchen um die Ärmsten der Armen. Es handelt sich hierbei um eine Erfolgsgeschichte von Menschen für Menschen. Die Leistung der Kirchen, die diese Entwicklungsinitiativen in einzigartiger partnerschaftlicher Arbeit koordinieren, kann dabei nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die kirchlichen Projekte investieren in Bildung, das Gesundheitswesen, in die soziale Entwicklung und damit in all jene Bereiche, die die Lebensqualität der Menschen verbessern, die im Wirkungsfeld dieser Projekte leben und wohnen. Darüber hinaus ist zu beobachten, dass die Eigenverantwortung durch die Beteiligung lokaler Gemeinden wächst.

Die Kirche und der Einsatz von Management-Techniken

Es ist abschließend ermutigend zu sehen, wie die Kirchen heute versuchen, Management-Techniken anzuwenden. Die diesjährige VEM-Regionalversammlung Afrika hat dazu beschlossen, dass Themen wie Demokratie, Loyalität, interne konstruktive Diskursführung, Gerechtigkeit, Mitarbeiterführung und Effektivität angemessen berücksichtigt werden müssen. Die VEM-Mitglieder in Afrika sind jetzt dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Schaffung von Transparenz nachweisbar anzuwenden. Dies umfasst beispielsweise eine transparente Verwaltung, die verantwortliche Verwendung finanzieller Mittel sowie die Durchführung interner und externer Audits. Auf diese Weise wird die Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb der Kirche gegenüber den Mitgliedern, internen Geldgebern oder externen Unterstützern, nationalen oder internationalen Institutionen, deren Ressourcen sorgfältig zu verwalten sind, gewährleistet. Die VEM vertritt hier die Auffassung, dass die Vorteile der Transparenz für die afrikanischen Kirchen und ihre internationalen Partner offenkundig sind.

In der Gesamtbetrachtung der Reise in den Westen der Demokratischen Republik Kongo zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen der VEM und ihren Mitgliedskirchen die notwendigen Rahmenbedingungen schafft, mit denen die verschiedenen Dimensionen der Armutsbekämpfung und Entwicklungsarbeit in einem außerordentlich schwierigen Umfeld gefördert werden. Mit der Unterstützung der VEM, die vor allem die benachteiligten Teile der Bevölkerung wie Frauen und Kinder fördert, werden die Mitgliedskirchen sowie die gesellschaftlichen Akteure und Interessengruppen in die Lage versetzt, ihre Entwicklungsprogramme auf nachhaltige Weise zu implementieren und auszubauen.

Pastor Dr. John Wesley Kabango (Leiter der Abteilung Afrika)

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