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05.11.2018

Mit Spenden gegen Hunger und fehlende Bildung

Die Schülerinnen und Schüler an der neuen Schule im Dorf Bokilimba in der DR Kongo (Foto: VEM/Afrika).

Die VEM-Mitgliedskirchen sind die wesentlichen Betreiberinnen sozialer Einrichtungen in entlegenen Gebieten ihrer jeweiligen Länder. Sie sind aktiv an Entwicklungs- und Anti-Armutsprojekten beteiligt und besitzen als wichtige Akteure zudem das Vertrauen der Gemeinschaft. Afrika freut sich über die Ergebnisse des Treffens der zwölf afrikanischen Staatschefs mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, das in der letzten Oktoberwoche in Berlin stattfand. Ziel war eine Bestandsaufnahme der G20-Initiative “Compact with Africa”. Man hofft, dass die VEM-Mitgliedskirchen und kirchlichen Organisationen als wichtige Motoren für die Entwicklung anerkannt werden. Mitarbeiter der Kirchen verfügen über langjährige Berufserfahrung im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft und Bildung, d.h. in Bereichen, in die Deutschland investieren will wie der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller zu Beginn des Gipfels ankündigte. Unter Zusammenwirken aller Beteiligten müssen junge Afrikaner ausgebildet werden, damit sie nicht mehr auf der Suche nach einer besseren Zukunft in die Großstädte abwandern oder die Migration in westliche Länder in Betracht ziehen. Eine gute und angemessene Ausbildung wird als eine der effizientesten Lösungen zur Schaffung einer nachhaltigen Entwicklung angesehen. 

Mit Unterstützung der VEM hat die Gemeinschaft der Jünger Christi im Kongo (CDCC) in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) am 27. Oktober 2018 in Bokilimba eine neue Schule eingeweiht. Bokilimba liegt im Außenbezirk von Mbandaka (etwa 1,3 Millionen Einwohner), der Hauptstadt der Äquatorregion. Es handelt sich um eine Grund- und Sekundarschule.

Die Bevölkerung der Äquatorregion ist jung, d.h. die Hälfte der Bevölkerung ist unter zwanzig Jahre alt. Der Zugang zur Bildung scheint hier schwieriger zu sein als in den anderen Provinzen der DRK. Weniger als acht von zehn Haushalten leben in einem Umkreis von mehr als zwei Kilometern von einer Grundschule entfernt (UNDP-Bericht 2009). UNICEF berichtet, dass Kinder aus armen Familien in der DRK selten die Schule besuchen. Sie haben somit relativ schlechte Chancen auf den Besuch einer Sekundarschule. Chronische Unterernährung bleibt ein weiteres Hauptproblem in der DRK, dabei sind die Kinder aus den ärmsten Familien am härtesten betroffen. Zudem ist die Rate von Teenagerschwangerschaften und -müttern in ländlichen Gebieten erhöht. Die VEM und deutsche Partnerschaftsgruppen unterstützen mehrere Projekte, um einige der Ursachen für diese häufigen Probleme zu bekämpfen.   

Eine der Möglichkeiten, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und der Migration von Afrika nach Europa entgegen zu wirken, besteht darin, die Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten vor allem in den ländlichen Gebieten Afrikas zu verbessern. Ein großer Teil der jungen Menschen flieht wahrscheinlich eher vor der Armut als vor Konflikten, angetrieben durch das Fehlen jeglicher wirtschaftlicher oder beruflicher Perspektiven zu Hause.

Somit bestand ein großer Bedarf nach einer Schule im Dorf Bokilimba, der während des Kirchenbesuchs 2016 in Mbandaka gegenüber der VEM-Delegation geäußert wurde. Sechs Klassenräume, das Büro des Direktors und drei Latrinen wurden gebaut. Sie ist die einzige gut ausgestattete Schule in der Region und ist zu Recht eine attraktive Bildungseinrichtung, die Kinder und Jugendliche daran hindert, auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen von ihren Familien, Häusern oder ihrem Land weg zu laufen.

Am 27. Oktober 2018 wurde die Schule in Anwesenheit von führenden Vertretern aus Religion und Politik aus der Region eröffnet. Die neue Einrichtung wurde von der Gemeinschaft sehr begrüßt, denn alle Dorfbewohner kamen, um dieses Ereignis mit Liedern und Tänzen zu feiern.  

Es gab drei Höhepunkte während der Feierlichkeiten: 1. Die Rede einer Schülervertreterin, in der diese im Namen der Kinder und Jugendlichen den Spendern (CDCC und VEM) für das wertvolle Geschenk für die heutige und künftigen Generationen dankte. 2. Der Gouverneur der Äquatorregion lobte die VEM und die CDCC für ihre gemeinsamen Anstrengungen und die Zusammenarbeit für die Entwicklung im Bildungsbereich zugunsten der Menschen vor Ort. 3. In seiner Rede hob der Kirchenpräsident den positiven Einfluss der VEM und der deutschen Partner in der gesamten Region hervor. Er dankte für die Investition in die technische Ausbildung, technische Expertise und den Technologietransfer.

Früher kamen niemals mehr als 200 Schüler und Schülerinnen in die sechs Klassen, aber in diesem Jahr schrieben sich, dank des schönen neuen Gebäudes, weitere 216 Schüler und Schülerinnen in die Grundschule ein - ein Zuwachs von 106%. Zusätzlich zur Grundschule öffnete auch die Sekundarschule ihre Tore im selben Gebäude, hier gibt es auch in den Nachmittagsstunden Unterricht.

Die Hoffnung wächst in einem Dorf, in dem die Eltern ihr Bestes geben, um ihren Kindern einen Platz an der neuen Schule zu sichern. Dies kann tatsächlich zu einem Entwicklungsschub führen, wenn mehr Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, Zugang zu einer guten Bildung erhalten. Verbunden damit ist die Hoffnung, dass eine gut ausgebildete Bevölkerung ein Katalysator für die Entwicklung im Land insgesamt sein kann.

Safari Kanyena, VEM-Mitarbeiter für CDCC und CADELU, und Dr. John Wesley Kabango, Abteilungsleiter Afrika, VEM

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