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15.08.2018

Neuer Ebola-Ausbruch!

Aufklärungsaufkleber der Baptistenkirche in Goma im Osten Kongos, der zum regelmäßigen Händewaschen auffordert, um sich vor der Ansteckung mit Ebola zu schützen. (Foto: Hulda Vagheni)

Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 25. Juli 2018 den Ebola-Ausbruch im Westen der Demokratischen Republik Kongo für beendet erklärt hat, sind nun im Osten des Landes neue Fälle der gefährlichen Infektionskrankheit aufgetreten. Die VEM-Mitgliedskirche CBCA (Baptistenkirche) bittet deshalb dringend um Unterstützung, damit sich das hoch ansteckende Ebola-Fieber nicht zu einer tödlichen Epidemie in der östlichen Region des zentralafrikanischen Staates ausbreiten kann. Nachfolgend ein Bericht des CBCA-Mitarbeiters Polisi Kivava aus der ostkongolesischen Kreisstadt Goma:

Friede sei mit Euch!
Hiermit teile ich mit, dass ein Ausbruch des tödlichen Ebola-Virus offiziell vom Gouverneur der Provinz Nord-Kivu im Gebiet von Beni, insbesondere im Dorf Mangina, etwa 17 km westlich der Stadt Beni, erklärt wurde. Beni, der Sitz der gleichnamigen Verwaltung, liegt 70 km nördlich von Butembo oder etwa 360 km nördlich von Goma City.
Nach den jüngsten Informationen könnten bereits etwa 20 Menschen ihr Leben durch das tödliche Virus verloren haben.
Der Verantwortliche für Notfälle und deren Bekämpfung der CBCA-Zentrale schickte die folgende Nachricht:

CBCA-STRATEGIE ZUR VORBEUGUNG UND BEKÄMPFUNG DES EBOLA-VIRUS IM GEBIET VON BENI

Gestern, am 1. August 2018, bestätigte der Gouverneur der Provinz Nord-Kivu offiziell die Existenz von positiv getesteten Fällen des tödlichen Ebola-Virus in Mangina, einem Dorf mit mehr als 10.000 Einwohnern, das 17 km westlich der Stadt Beni und etwa 70 km von Butembo City liegt.
Die Krankheit hat bereits 20 Menschenleben gefordert. Die Todesfälle haben Angst in der Bevölkerung der Provinz Nord-Kivu geschürt, deren Lebensunterhalt von dem Anbau von Grundnahrungsmitteln in dem fruchtbaren Gebiet rund um Beni abhängt. Das Auftreten der Krankheits- und Todesfälle stellt aufgrund der sozioökonomischen Bedeutung dieser Region eine echte Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, da die meisten der in Beni verzehrten Lebensmittel wie Maniok, Reis und Gemüse aus diesem Anbaugebiet stammen.

Die CBCA ist aufgrund ihrer sozialen Strukturen in dem betroffenen Gebiet Beni sehr präsent:

  1. In Beni Territory befinden sich vier CBCA-Kirchenkreise
  2. 171 Schulen, davon 106 Grundschulen, 61 weiterführende Schulen und 4 Kindergärten
  3. 35 Gesundheitseinrichtungen, darunter 6 chirurgische Zentren, 10 Gesundheitszentren und 19 Gesundheitsstationen
  4. Zusammenarbeit mit allen Gesundheitseinrichtungen in Beni und der lokalen Verwaltung.

Laut CBCA-Dienst für "Emergency and Community Resilience", dessen Aufgabe es ist, Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen zu verhindern und zu bekämpfen, verfolgt die CBCA aktuell folgende Strategie:

  • Sensibilisierung der Menschen in ihren Wohnbereichen, in Schulen und Kirchen mit Blick auf die Gefahren und Ergreifung von präventiven Maßnahmen;
  • Ausstattung von Schulen, Kirchen und anderen öffentlichen Einrichtungen mit Hygienematerial;
  • Ausstattung der Gesundheitszentren mit den notwendigen Medikamenten und Materialien, um erste Gesundheitsleistungen erbringen zu können;
  • Zusammenarbeit im Verbund mit anderen Organisationen, die an der Bekämpfung der Epidemie beteiligt sind.

Kurz gesagt: Die CBCA verfolgt einen gemeinschaftlichen Ansatz mit besonderem Fokus auf:

  • Gemeinschaftsbewusstsein,
  • Unterstützung der Gesundheitseinrichtungen für ein schnelles Reagieren,
  • Ausstattung der Gemeinden mit Materialien zur Prävention sowie mit hygienischen Vorrichtungen.

Dringender Bedarf
Im Rahmen dieser Strategie benötigt die CBCA Unterstützung durch die Finanzierung von Sensibilisierungsmaßnahmen mittels Megaphon, der Produktion von Flyern, der Schulung von Multiplikatoren zur Sensibilisierung der Menschen, der Ausstattung von sozialen Einrichtungen wie insbesondere Schulen und Kirchen mit Hygieniematerial und hygienischen Vorrichtungen in den gefährdeten Gebieten der Provinz Nord-Kivu.
Bitte helfen Sie uns bei der Versorgung unsere Gesundheitseinrichtungen mit Schutzausrüstung wie Handschuhen und mit lebenswichtigen Medikamenten für die Behandlung von Ebola-Kranken.
 
Goma am 2. August 2018
Donat MALEMO, CBCA Emergency and Resilience Officer
 
Wir werden Sie über die weitere Entwicklungen in der Region auf dem Laufenden halten, aber eines ist sicher: Wir brauchen Ihre Gebete und Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen
Polisi Kivava

Spenden an: Vereinte Evangelische Mission, KD-Bank eG, IBAN DE 45 3506 0190 0009 0909 08, Stichwort: Ebola-Ostkongo

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) helfen der kongolesischen Baptistenkirche (CBCA) bei der Bewältigung des jüngsten Ebola-Ausbruchs im Nord-Kivu mit einer Soforthilfe von 30.000 Euro.

 

 

 

Wir führen das Prüfsiegel für den verantwortlichen Umgang mit Spendengeldern und deren satzungsgemäße Verwendung.

Ebola - neuer Ausbruch

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