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15.11.2018

"One for the climate"

Die Teilnehmenden des Workshops zum Thema "Klimawandel und die VEM-Mitgliedskirchen der Region Afrika". (Foto: Kahongya Kambale)

Leiter und Entwicklungsbeauftragte von VEM-Mitgliedskirchen aus Zentral- und Ostafrika trafen sich vom 14. bis 16. November 2018 zu einem dreitägigen Workshop, der von der Diözese Shyogwe der Anglikanischen Kirche in Ruanda (EAR) ausgerichtet wurde. Dabei waren 25 Kirchenleiter und Mitarbeitende aus den Mitgliedskirchen der Demokratischen Republik Kongo (CBCA, Goma), aus Tansania (KAD, NWD, ECD) sowie aus Ruanda (EPR und EAR), samt ihren kirchlichen Institutionen. Seit 2008 ist der Klimaschutz für die VEM als internationale Kirchengemeinschaft zu einer zentralen Priorität geworden. Das Treffen wurde gemeinsam von dem Advocacy-Berater und den Mitarbeitenden des Afrika-Regionalbüros der VEM moderiert.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind südlich der Sahara auf verschiedene Weise sowohl in den natürlichen als auch in von Menschen gemachten Systemen spürbar. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer blickten auf die Erfolge des Klimaschutzprogramms der VEM im Zeitraum 2010-2016 und die daraus resultierenden Empfehlungen an die Kirchen zurück, um die Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen für den Klimaschutz erfolgreich fortzusetzen.

Die afrikanischen Mitgliedskirchen beschlossen, die Themen Öko-Gerechtigkeit und Umweltschutz in ihren Monatsplänen besonders zu berücksichtigen. Bischof Dr. Jered Kalimba von der EAR begrüßte alle Delegierten und dankte der VEM, indem er betonte: "lasst uns - gemäß dem Ziel der VEM und ihrer Mitglieder - gemeinsam einen neuen Garten Eden in eine neue Welt bringen, die unter den heutigen ökologischen Herausforderungen leidet. In allen Ländern sind die Niederschlagsmengen entweder zu hoch oder zu niedrig, es treten immer mehr zerstörerische Wirbelstürme auf, der Klimawandel hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Wassersysteme der Welt, und zwar durch zunehmende Überschwemmungen und Dürren, das Ackerland wird hinweggespült oder vertrocknet und auch das Vieh ist betroffen". Besonders anfällig für den Klimawandel sind die regengespeisten Agrarsysteme, von denen derzeit die Existenzgrundlage einer großen afrikanischen Bevölkerung abhängt.

Im Jahr 2016 unterzeichneten einige afrikanische Kirchenleiter eine Vereinbarung als Mitglieder des "One Climate Club" und als Akteure eines gemeinsamen internationalen Klimaschutzbundes auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Gemeinschaft im Rahmen der Kampagne "One for the Climate". Zwei Vertreter des Clubs, Edgar Boes-Wenner und Dr. Tobias Temming, nahmen an dem Workshop teil und berichteten über die Pläne von "One for the Climate". Kirchendelegierte aus dem Kongo, aus Tansania und Ruanda berichteten von sehr ermutigenden Kircheninitiativen, die von der VEM unterstützt wurden wie zum Beispiel: Baumpflanzungen, Photovoltaikanlagen, Solaranlagen, Verteilung von Energiesparöfen, keramische Wasserfilter und Verbesserung der Abfallwirtschaft.

Die Kirchen nehmen diese Verantwortung bereits wahr, haben sich aber dazu verpflichtet, mehr zu tun. Kurzfristig wurde beschlossen, einen neuen Aktionsplan mit folgendem Inhalt umzusetzen:

  • Solarkraftwerke und Energieeffizienz in kirchlichen Einrichtungen
  • Off-Grid-Gemeinschaften
  • Solaranlagen für private Haushalte
  • Beteiligung der kirchlichen Banken
  • Mikrokreditgenossenschaften zur Sicherung ausländischer Investitionen
  • schnellstmögliche Einbeziehung anderer VEM-Mitgliedskirchen der Region Afrika in die Scale-up-Phase

Mittelfristig wurde bekräftigt, dass sich alle afrikanischen Mitgliedskirchen weiterhin dafür einsetzen, um ihre Klimaschutzprojekte auf folgende Weise zu stärken und zu verbessern:

  • Einbeziehung der Ökotheologie sowie der Schöpfungs- und Umwelttheologie in theologische und andere Ausbildungsprogramme, einschließlich Entwicklungsprogramme
  • Stärkung und Wiederbelebung kirchlicher JPIC-Kommissionen
  • Bekämpfung der Armut in all ihren Dimensionen
  • Stärkung von Klimagerechtigkeit und Umweltschutz durch die Aufnahme dieser Themen in die Kirchenagenda und Entwicklung einer Politik, die den Klimawandel zu einer Querschnittsaufgabe macht und in alle kirchlichen Programme einbezieht
  • Schaffung eines Kirchennetzwerks in der Region der Großen Seen zur Stärkung von Klimagerechtigkeit und Umweltschutz, dem Mainstream der Klimagerechtigkeit in unseren Kirchen
  • Austausch und Verbreitung relevanter Materialien erleichtern und Aufbau eines Netzwerks für Jugendaktionspläne im Rahmen von Umweltprojekten
  • Förderung erneuerbarer Energien, um das Abholzen der Wälder zu stoppen

"Wir müssen dafür sorgen, dass sich alle VEM-Mitgliedskirchen stärker bei der Bewältigung der Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, engagieren", so die einhellige Meinung der Workshop-Teilnehmenden. 

Rev. Dr. John Wesley Kabango (Leiter der Abteilung Afrika der VEM) und Rev. Dr. Kahongya Kambale (Advocacy-Berater der VEM) 

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