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20.05.2019

"Pace e bene"

Die Teilnehmenden der 19. DRV in Haus Ohrbeck im tecklenburgischen Georgsmarienhütte.

Die Vorsitzende Annette Salomo (links) und die Leiterin der Abteilung Deutschland der VEM, Angelika Veddeler, leiteten die zweitägige Versammlung.

Kirchenpräsident Dr. Martin Heimbucher der Evangelisch-reformierten Kirche predigte im Samstagmorgengottesdienst. Neben ihm sitzt Pastor Thomas Fender, Mitglied im VEM-Aufsichtsrat.

Pfarrerin Brigit Krome-Mühlenmeier mit ihrem Nachfolger im Geschäftsführenden Ausschuss Pfarrer Hendrik Meier (beide Lippische Landeskirche).

Vertreten die Frauen auf der nächsten VEM-Vollversammlung in 2021 in Bethel: Beate Heßler (links) und Michaela Leyendecker (2 v.r.). Die Vertreter der jungen Erwachsenen der Vollversammlung sind Alena Höfer (2.v.l.) und Jonas Thomas.

Das Jazz-Quintett "Jazz Force One" aus Münster begeisterte mit säkularem und geistlichem Jazz.

Auf Einladung der Evangelisch-reformierten Kirche trafen sich vom 17. bis 18. Mai 38 Delegierte der deutschen VEM-Mitglieder sowie zahlreiche Gäste und VEM-Mitarbeitende zur 19. Deutschen Regionalversammlung (DRV) in der franziskanischen Bildungsstätte Haus Ohrbeck im tecklenburgischen Georgsmarienhütte. Geleitet wurde die Versammlung von der Vorsitzenden der deutschen Region, Annette Salomo.

In seinem Grußwort bezog sich Volker Martin Dally, Generalsekretär der VEM, auf Vers 17,6 in der Apostelgeschichte: "Diese Leute stiften in der ganzen Welt Unruhe. Jetzt sind sie auch in unsere Stadt gekommen", um die öffentliche Inszenierung des christlichen Glaubens zu beschreiben, die auch die VEM-Mitglieder beispielsweise mit ihren öffentlichkeitswirksamen Tagungen, Fundraising-Aktionen und Projekten nach biblischem Vorbild in Afrika, Asien und Deutschland veranstalten. Der Theologe wies ferner darauf hin, dass das Engagement der Mitglieder in Asien für die internationale Kirchengemeinschaft mit der zunehmenden finanziellen Unterstützung von internationalen Gremiensitzungen derzeit weiter wächst. Darüber hinaus erläuterte er das neue Konzept des "Global Learning in Ecumenical Perspektive" (GLEP) als eine neue Form der internationalen Bildungsarbeit mit internationalen Fachteams und Bildungskoordinatoren, mit der die Internationalisierung der VEM konsequent fortgesetzt wird.

Die Leiterin der Abteilung Deutschland der VEM, Angelika Veddeler, bekräftigte diese Neuentwicklung mit der Feststellung: "Die deutsche Gesellschaft ändert sich und wird immer internationaler. Deshalb müssen auch die Kirchen internationaler werden. Wir wollen den deutschen Kirchen helfen, diesen Prozess mitzugestalten".

"Pace e bene" - unter diesem friedlichen und guten Motto der Bildungsstätte begrüßte der Hausherr, Bruder Franz, die Sitzungsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Die Präses des Synodalverbands Osnabrück, Ilse Landwehr-Wegner, begrüßte am Nachmittag die Gäste im Namen der Evangelischen-reformierten Kirche. Ausführlichere Informationen und Anekdoten über die Besonderheiten und das Wesen der Evangelisch-reformierten Kirche, deren Standorte sich von der Nordseeküste bis ins bayerische Voralpenland erstrecken, wurden dann abends vom Kirchenpräsidenten Dr. Martin Heimbucher und dem Mitglied des VEM-Aufsichtsrats, Pastor Thomas Fender, präsentiert.

Bei der DRV standen mit dem Zukunftsprozess und dem Motto der nächsten Vollversammlung zwei Schwerpunktthemen auf der Agenda. Der Zukunftsprozess bezieht sich auf die künftige Ausrichtung der Arbeit innerhalb der Region Deutschland. Hierüber stellten die vorab gebildeten vier Arbeitsgruppen ihre Erkenntnisse vor, die anschließend in weiteren Gruppenarbeiten diskutiert wurden. Dem Plenum wurden sodann die Ergebnisse aus den Gruppendiskussionen zur weiteren Beschlussfassung vorgelegt.

Mit Blick auf das künftige Gremien- und Ausschusswesen einigten sich die Delegierten darauf, das Konzept über alternative Ausschussformen wie Think Tanks zunächst weiter zu konkretisieren und auszuarbeiten, um die Implementierung zu ermöglichen.

Was die Sichtbarkeit und Partizipationsmöglichkeit innerhalb der deutschen Region angeht, wurde der Bedarf festgestellt, die Social-Media-Kanäle für die internationale Öffentlichkeitsarbeit in höherem Maße zu nutzen. Ziel ist es, professionell aufzutreten, um neue Spenderinnen und Spender zu gewinnen und die VEM mit einem größeren Angebot an Partizipationsmöglichkeiten im Rahmen des neuen GLEP-Konzepts an der Basis sichtbarer zu machen.

Ferner wurde die VEM gebeten, ihre Arbeit gegenüber den Mitgliedern so auszurichten, um die internationale Kompetenz der Kirche und innovative Formen internationaler und transkultureller kirchlicher Arbeit zu stärken und zu fördern. Ziel solle sein, konkrete Möglichkeiten hin zu mehr Internationalisierung zu schaffen. 

Mit Blick auf die Ausweitung der Aktivitäten auf europäischer Ebene wurde festgehalten, dass es in erster Linie nicht um die Neuaufnahme von europäischen Mitgliedern gehe. Vielmehr sollen sich im Rahmen eines prozessorientierten Ansatzes die europäischen Partnerkirchen der deutschen Mitglieder besser kennenlernen mit der Möglichkeit, diese Verbindungen in die Beziehung nach Afrika und Asien einfließen zu lassen. Hierfür wurden bereits folgende konkrete Maßnahmen vorgeschlagen: 1. Global Learning in Ecumenical Perspectives in den Bereichen Netzwerk Junge Erwachsene, internationale Kirchenmusik, Summer School sowie bei den Master- und Bachelor-Studienprogrammen in Diaconic Management. 2. Zusammenführen der diversen Formen der Partnerschaften innerhalb der VEM. 3. Kennenlernbesuche mit Partnerkirchen in Europa. Hierzu sollen internationale Teams zusammengestellt werden, um diese Besuche zielführend zu planen und zu koordinieren.

Die Delegierten verständigten sich darauf, eine Lenkungsgruppe damit zu beauftragen, die künftige Zusammenarbeit und Struktur konkret auszuarbeiten, um eine Beschlussvorlage für die nächste DRV vorzulegen.

Das zweite Schwerpunktthema beschäftigte sich mit dem Motto der nächsten Vollversammlung im Jahre 2021. "Ihr seid das Salz der Erde. Gegen Gewalt und Extremismus und für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung. Lusungu Mbilinyi, Pfarrer der Evangelisch Lutherischen Kirche in Tansania und Mitarbeiter der VEM, referierte in seinem Vortrag über Extremismus, Fundamentalismus und Radikalismus und erläuterte, was diese Begriffe für die Arbeit innerhalb der internationalen Kirchengemeinschaft bedeuten. Die thematische Konferenz soll sich im nächsten Jahr ausführlicher mit dieser Themenstellung beschäftigen.

Darüber hinaus wählten die Delegierten folgende Personen in die VEM-Gremien: Als Nachfolger für Pfarrerin Brigit Krome-Mühlenmeier, die ihren Sitz im Geschäftsführenden Ausschuss (GfA) abgegeben hat, wurde Hendrik Meier gewählt - beide Theologen kommen aus der Lippischen Landeskirche. Alena Höfer (EKiR) wird künftig die jungen Erwachsenen im GfA vertreten. 

Satzungsgemäß wählt die DRV auch die Jugend- und Frauendelegierten für die nächste Vollversammlung. Als Frauendelegierte wurden Pastorin Beate Heßler (EKvW) und Michaela Leyendecker (EKiR) gewählt. Die jungen Erwachsenen werden auf der Vollversammlung 2021 durch Alena Höfer und Jonas Thomas (beide EKiR) vertreten sein.

Musikalisch professionell begleitet wurde die zweitägige Versammlung von dem Quintett "Jazz Force One" aus Münster unter der Leitung von Benjamin Pfordt, der zugleich als Delegierter der EKvW an der DRV teilnahm.

Martina Pauly

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