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20.06.2018

Menschen in Notlagen zur Selbsthilfe ermutigen

"Von der Armutsbekämpfung bis zur Versöhnung - Genossenschaftswesen in Afrika" - so titelte der Vortrag von Dr. John Wesley Kabango, Leiter der Region Afrika bei der VEM, Foto: Gethsemane Kezia Bejaxhiu / VEM

„Teilhabe und Teilnahme – Zukunftspotenziale der Genossenschaftsidee“, so lautete das Thema des Evangelischen Raiffeisenkongresses vom 18. bis 19. Juni in Bonn. Eingeladen hatten die Evangelische Akademie im Rheinland, das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD, das Seminar für Genossenschaftswesen der Universität Köln und die Stiftung Sozialer Protestantismus. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, eröffnete den Evangelischen Raiffeisenkongress mit einem Grußwort über die Bedeutung des Genossenschaftswesens für Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft. Er sehe Chancen und Herausforderungen für das kirchliche Handeln. Kirchengemeinden könnten sich noch stärker in Genossenschaften engagieren, um beispielsweise Menschen in Notlagen zur Selbsthilfe zu ermutigen, meinte er.

In fünf Themenbereichen informierten und diskutierten Experten über die neueren Entwicklungen von Genossenschaften, insbesondere in der Sozialwirtschaft sowie über Formen nachhaltigen und selbstbestimmten Wirtschaftens in der Finanz- und Energiewirtschaft und im Welthandel.

Pfarrer Dr. John Wesley Kabango, Leiter der Region Afrika bei der VEM und Pfarrer Dr. Pascal Bataringaya, Präsident der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ruanda (EPR) haben als Vertreter der Vereinten Evangelischen Mission an der internationalen und interdisziplinären Tagung teilgenommen. Sie referierten zum Thema „Von der Armutsbekämpfung bis zur Versöhnung – Genossenschaftswesen in Afrika“. „Heute ist Afrika der Kontinent mit der größten Anzahl von Menschen, die in extremer Armut leben. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, dass afrikanische Länder Wege finden, um den Lebensstandard durch harte Arbeit und Kreativität zu verbessern“, sagte Kabango.

Bataringaya sprach in seinem Vortrag über Genossenschaften und Versöhnung im Kontext von Runda nach dem Genozid. Versöhnung sei in Ruanda ein wichtiges Thema in einem Land, in dem 1994 ein Völkermord geschehen ist und sich 90 Prozent der Bevölkerung zum Christentum bekennt. „Unechte Versöhnung kann zu unechten Genossenschaften führen. Wenn Menschen richtig miteinander versöhnt sind, werden sie gut kooperieren. Das war auch die Idee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Die ruandische Gesellschaft wird eine Politik und Wirtschaft entwickeln, in deren Zentrum der Mensch steht, der arbeitet, um zu leben und um Leben zu schützen und weiterzuentwickeln“, meinte Bataringaya.

Mit dem Evangelischen Raiffeisenkongress erinnerte die Evangelische Kirche im Rheinland an den 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, den christlichen Sozialreformer und Genossenschaftsgründer.

Text & Foto: Gethsemane Kezia Bejaxhiu

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