„Reconciliation“ heisst Versöhnung - Vereinte evangelische Mission

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01.05.2018

„Reconciliation“ heisst Versöhnung

Bild oben: Die leitenden Theologen der VEM-Mitgliedskirchen aus Afrika, Asien und Deutschland vor dem Glockenturm der Rhenish Church South Africa in Kapstadt. Bild darunter: Renate Görler (EKiR) und Elder K.K. Chan (Rhenish Church Hong Kong) im Gespräch. Bild darunter: v.l. Rev. Dr. Martongo Sitinjak aus Indonesien (HKBP) im Gespräch mit Pfr. Albert Henz (EKvW). Bild unten: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während eines Impulsvortrags. (Fotos: M. Pauly)

Im Rahmen einer von der VEM organisierten Studienreise besuchten Leitende evangelischer Kirchen aus Afrika, Asien und Deutschland vom 28. April bis 6. Mai die Rhenish Church South Africa (RCSA) und United Reformed Church of Southern Africa (URCSA) in der südafrikanischen Metropole Kapstadt, um sich ein Bild von der Versöhnungsarbeit beider Kirchen vor Ort zu machen.

Die 20 leitenden Theologinnen und Theologen setzten sich 24 Jahre nach dem Ende der Apartheid mit den kirchlichen Ansätzen der Versöhnungsarbeit zwischen Christinnen und Christen verschiedener Hautfarbe auseinander. Hierzu gehört unter anderem das Bekenntnis von Belhar, das 1982 in der südafrikanischen Metropole entstanden ist und das Einheit, Versöhnung und Gerechtigkeit als theologische Begriffe in den Vordergrund stellt.

Die Theologinnen und Theologen aus den drei VEM-Regionen erhielten während ihrer Reise einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen, mit denen die beiden evangelischen Kirchen in Südafrika zu kämpfen haben. „Als Besucher aus der Ökumene machen wir in Südafrika eine doppelte Erfahrung: Wir hören von Beteiligten die großartige Geschichte über die Befreiung von der Apartheid. Und wir sehen den langen Weg, den Südafrika noch vor sich hat, damit alle an dieser Befreiung teilhaben“, so der mitreisende Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Dr. Martin Heimbucher.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten auf diese Weise hautnah, wie die Narben der jahrzehntelangen Rassentrennung die Gesellschaft und auch die Kirche in Südafrika bis heute prägen. „Kirchenleitende Personen aus fast aller Welt lernen gemeinsam im südafrikanischen Kontext. In einem zerrissenen Land fragen wir zum Beispiel danach, was wir als Kirche zu den Gegensätzen in unserer Gesellschaft zu sagen haben. Das ist spannend“, kommentierte der Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, Dietmar Arends, den bisherigen Reiseverlauf.

Der Spannungsbogen des Reiseprogramms reichte von der Diskussion der Frage über ‚Kirche und Globalisierung‘ mit Prof. Conradie von der University of the Western Cape über den Besuch der Gefängnisinsel Robben Island, wo Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte als Häftling in Einzelhaft verbrachte, bis hin zum Besuch des Township Mfuleni und der südafrikanischen Kleinstadt Wupperthal auf den Spuren der ersten Missionare aus Deutschland.

Der aus Indonesien stammende Theologe und Moderator der VEM Rev. Willem T.P. Simarmata fasste die Zielsetzung der internationalen ökumenischen Weiterbildung wie folgt zusammen: „Das Programm soll die Kirchenleitenden im Hinblick auf die Belange und Bedürfnisse motivieren, aufklären und ermutigen, die das weltliche Leben der Menschen in verschiedenen Regionen der Welt berühren, denn die Kirche ist nicht nur für spirituelle Dinge zuständig.“

Die Rhenish Church South Africa wurde auf der letzten Vollversammlung der VEM als zukünftiges Vollmitglied der internationalen Kirchengemeinschaft bestätigt. Die United Reformed Church of Southern Africa nimmt als assoziiertes Mitglied der VEM an den Programmen der VEM teil, über ihre Aufnahme als Vollmitglied wird eine zukünftige Vollversammlung entscheiden.

Die Rhenish Church South Africa wurde auf der letzten Vollversammlung der VEM als zukünftiges Vollmitglied der internationalen Kirchengemeinschaft bestätigt. Die United Reformed Church of Southern Africa nimmt als assoziiertes Mitglied der VEM an den Programmen der VEM teil, über ihre Aufnahme als Vollmitglied wird eine zukünftige Vollversammlung entscheiden.

Zu den mitreisenden Kirchenleitungen gehörten: Kirchenpräsident Rev. Denis Bokombe (Cadelu, DR Kongo), Kirchenpräsident Rev. André Bokundoa-bo-Likabe (ECC, DR Kongo), Moderator Rev. Pieter Grove (URCSA, Südafrika), Bischof Abednego Keshomshahara (ELCT-NWD, Tansania), Moderator Rev. L.J. Modise (URCSA, Südafrika), Kirchenpräsident Rev. Samuel Ngayihembanko (CBCA, DR Kongo), Rev. Tommy Solomons (Rhenish Church Südafrika), Moderator Rev. Ashley Fransman (Rhenish Church Südafrika), Elder K.K. Chan (Rhenish Church Hongkong), Bischof Norman Reuel Marigza (UCCP, Philippinen), Rev. Widi Nugroho (GKJW, Indonesien), Bischof Asiri Perera (Methodist Church Sri Lanka), Rev. Martongo Sitinjak (HKBP, Indonesien), Ephorus Tuhoni Telaumbanua (BNKP, Nias), Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Pfr'in. Renate Görler (Evangelische Kirche im Rheinland), Kirchenpräsident Martin Heimbucher (Evangelisch-reformierte Kirche), Vizepräses Albert Henz (Evangelische Kirche von Westfalen), Pfr'in. Stefanie Rieke-Kochsiek (Lippische Landeskirche) und Vize-Präsidentin Ulrike Scherf (Evangelische Kirche von Hessen-Nassau).

VEM-Begleitung: Moderator Rev. Willem T.P. Simarmata, Generalsekretär Pfr. Volker Martin Dally, Rev. Dr. Andar Parlindungan (Leiter d. Abteilung "Training & Empowerment), Frauke Bürgers (Leiterin Bildungszentrum Wuppertal)

Text & Foto: Dr. Martina Pauly

 

 

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