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19.10.2018

Studienreise nach Hongkong

Bild oben: Empfang der Reisegruppe durch die Rheinische Kirche Hongkong. Bild darunter: Begrüßung durch den stellvertretenden deutschen Generalkonsul David Schmidt. Bild darunter: Besuch des "Elderly Centre". Bild darunter: Informationen über die Situation von Arbeitsmigrantinnen in Hongkong. (Fotos: Elke Patalla/VEM)

Vom 13. bis 26.10.2018 fand die VEM-Studienreise nach Hongkong statt. Die Studienreise thematisierte die problematische menschenrechtliche Lage von Arbeitsmigrantinnen aus Indonesien und den Philippinen in Hongkong. Auch die Wohnungsnot in Hongkong, die Stadt mit den teuersten Mieten weltweit, und deren Auswirkungen war ein Schwerpunkt der Reise.

Begrüßt wurde die Gruppe vom stellvertretenden deutschen Generalkonsul David Schmidt, der der Gruppe einen Einblick in die besondere Arbeit des Generalkonsulates in Hongkong gab und sich auch interessiert an dem Thema der Studienreise "Arbeitsmigrantinnen in Hongkong" zeigte.

Nurul Qoiriah, Leiterin des Büros der International Organization for Migration (IOM), informierte die Gruppe über die teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen der Migrantinnen und über die Unterstützung durch die IOM. Die Migrantinnen, die als Hausangestellte arbeiten, seien oftmals groben Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Arbeit von bis zu 16 Stunden pro Tag, zu geringer Lohn und körperliche Misshandlungen seien keine Seltenheit. Ein Grund für den großen Bedarf an Hausangestellten seien die mangelnde staatliche Betreuung und Versorgung von Kindern und Senioren, weshalb diese Arbeit oft von Migrantinnen übernommen werde.

Die gastgebende Kirche, die Chinesische Rheinische Kirche, stellte der Gruppe ihre umfassende diakonische Arbeit vor und lud sie in eine Tageseinrichtung für Senioren ein, in der Senioren, begleitet von einem vielfältigen Programm, ihren Tag verbringen können.

Darüber hinaus besuchten die Teilnehmenden das Tao Fong Shan Christian Center und informierten sich sowohl über die Arbeit des Centers als auch über die traditionellen Religionen in China und Hongkong. Einen weiteren spannenden Input gab am darauffolgenden Tag Martin Lachmann von der Amity Foundation, der der Gruppe Einblicke über die aktuelle Situation von Christen in China gab.

Auf dem Reiseprogramm standen außerdem Begegnungen mit verschiedenen Organisationen, die sich für die Unterstützung von Migrantinnen, die als Hausangestellte arbeiten, einsetzen und mit ihnen in Dialog treten. So gab beispielsweise die Society for Community Organization Einblicke in die äußert angespannte Wohnungssituation in Hongkong.

Gefördert wird die Studienreise durch das Auswärtige Amt.

Lena Wallraff, Studienleiterin im VEM-Bildungszentrum Wuppertal

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