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16.04.2019

T-Shirt 1€ - Jeans 5€

(v.l.) Beate Haude und Bettina Hermes (Kirchenkreis Wuppertal) sowie Jörg Spitzer und Jochen Motte (VEM).

Die Eröffnung des Textildiscounter Primark löste eine Protestwelle in Wuppertal aus und

einen unheilvollen Unterbietungswettbewerb mit anderen Textilketten. (Fotos: VEM)

Am 16. April eröffnete der Textildiscounter PRIMARK seine Filiale am Wuppertaler Hauptbahnhof. Dies nahm die VEM zum Anlass, um mit der aktuellen Menschenrechtsaktion „Womit werden wir uns kleiden?“ zusammen mit Vertreterinnen des Kirchenkreises Wuppertal und anderen Organisationen um 9.30 Uhr vor den Toren des Ladenlokals zu erscheinen. Das Motiv der aktuellen Menschenrechtskampagne war der Hingucker an diesem Tag.

Ziel war es, die Passanten im persönlichen Gespräch über die oftmals menschenverachtenden Produktionsbedingungen von Fast Fashion in den Textilfabriken aufzuklären. Handelt es sich hierbei doch um ein Thema, das uns Verbraucherinnen und Verbrauchern buchstäblich auf der Haut liegt und beim Blick in die Textilfabriken dann unter dieselbe geht.

Das ausgelegte Kampagnenmaterial unter der Überschrift „Genäht von Anjana in Sri Lanka für 18 Cent“ will informieren, Handlungsmöglicheiten aufzeigen und dafür sensibilisieren, dass die in vielen Geschäften zu extrem niedrigen Preisen angebotene Kleidung oftmals auf Kosten der Näherinnen in den Textilfabriken am anderen Ende der Welt produziert wird.

Unheilvoller Unterbietungswettbewerb

"Wie verheerdend der Trend zu immer billigerer Kleidung ist, zeigt die Eröffnung des Primark in Wuppertal. So sieht sich C&A jetzt gezwungen nachzuziehen. Vor dem Geschäft verteilen Mitarbeiter Flyer, auf denen für den best deal geworben wird. Damen-T-Shirts für ein Euro. Herren-Jeans für fünf Euro. Mindestumwelt- und Sozialstandards bleiben dabei zumeist auf der Strecke. Die VEM setzt sich für faire Bedingungen in der globalen Textilindustrie ein und unterstützt Projekte für Arbeiterinnen in Textilfabriken in Indonesien und Sri Lanka," so Jochen Motte, stellvertretender Generalsekretär der VEM und Initiator der Aktion für Menschenrechte in der Textilindustrie, der diesen Unterbietungswettbewerb am Morgen der Primark-Eröffnung beobachtete.

Martina Pauly

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