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03.05.2018

VEM-Fortbildung in Krankenhausseelsorge in der Region Afrika

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der CPE-Fortbildung; Foto: VEM Region Afrika

Zu einer Fortbildung in der Krankenhausseelsorge (CPE) hatte die Karagwe-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Tansania eingeladen. 16 Multiplikatoren aus der Region Afrika nahmen an der Fortbildung vom 23. bis 28. April 2018 im Nyakahanga Hospital teil. Mit dem CPE-Programm leistete Bischof Benson Bagonza der Resolution der VEM-Vollversammlung Folge, in der die Mitgliedskirchen dazu aufgerufen wurden, ihre Kapazitäten im Bereich Seelsorge auszubauen und die Geistlichen in ihren Kompetenzen zu stärken.

Pastor Dean Lermy Lwankomezi aus der Nordwest-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT-NWD) leitete das Seminar. Pfarrerin Astrid Klumb von der Evangelischen Kirche im Rheinland nahm auch an der Fortbildung teil und berichtete aus ihrem Berufsalltag im Sankt Lukas-Hospital in Solingen.

Das Hauptanliegen der VEM ist es, leitenden Mitarbeitenden der afrikanischen Mitgliedskirchen eine fundierte seelsorgerliche Ausbildung zu ermöglichen, die Teil ihrer Vorbereitung auf ihren Dienst als Haupt- oder Ehrenamtliche im Predigeramt und in der seelsorgerlichen Begleitung in den Gemeinden ist.

In krisenreichen Situationen wie Krieg, Terrorismus, Naturkatastrophen, Gewalt und Verlust von Angehörigen wie auch bei von Menschen verursachten Verletzungen, Zerstörung und/oder Tod müssen die Kirchen eine Stütze sein und den Menschen stärkend zur Seite stehen. Kirchliche Mitarbeitende sollten besonders darin begabt sein, Menschen zu trösten und wieder aufzubauen. Ein besonderes Merkmal des CPE-Programms ist sein interreligiöser und professioneller Charakter in der Ausbildung von Mitarbeitenden. Es befähigt theologische Praktiker, in der Begegnung mit Menschen in Krisensituationen Glaubensinhalte weiterzugeben. Aus der intensiven Arbeit mit betroffenen Menschen und dem Austausch zwischen Kollegen und Lehrern heraus entwickeln die Teilnehmenden ein neues Bewusstsein von sich selbst und den Menschen, denen sie dienen. Durch die theologische Reflektion über besondere menschliche Situationen werden die Teilnehmenden an ein neues Verständnis vom Dienst an den Menschen herangeführt und lernen, in bestimmten Situationen in angemessener Weise zu reagieren. Im interdisziplinären Teamprozess von helfenden Personen werden Fertigkeiten in zwischenmenschlichen und interprofessionellen Beziehungen ausgebildet.

Die Teilnehmenden tauschten untereinander ihre Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen in der täglichen Arbeit mit Betroffenen, speziell in Krankenhäusern, Gefängnissen und Kirchen aus und diskutierten über die besonderen Aufgaben der Mitgliedskirchen in der Krankenhausseelsorge. Die Seminarteilnehmer gaben die folgenden Empfehlungen an die VEM-Mitgliedskirchen heraus:

·        Die seelsorgerliche Ausbildung (CPE) sollte als Einheit im Dienst von kirchlichen Mitarbeitenden eine vorrangige Rolle spielen und gleichzeitig einem fortwährenden Lernprozess in den Mitgliedskirchen unterzogen sein.

·        Die Kirchen sollten seelsorgerliche Dienste entwickeln und kooperative Netzwerke unter der VEM-Mitgliedskirchen bilden, um Kirchenleitenden ein Verständnis für CPE zu vermitteln.

·        Die seelsorgerliche Ausbildung sollte allen Pastorinnen, Pastoren und Mitarbeitenden in kirchlichen Krankenhäusern, Schulen und insbesondere Menschen, die in Gefängnissen arbeiten, zugänglich gemacht werden.

Das Programm wurde von Mitarbeitenden der VEM in der Region Afrika durchgeführt.

Pfarrer Dr. John Wesley Kabango, Leiter der Abteilung Afrika der VEM

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