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11.05.2017

Welcome to Namibia!

Der Lutherische Weltbund repräsentiert weltweit 145 Kirchen. (Foto: Ute Hedrich, MÖWe)

Die 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes tagt in Windhoek , dem Land, wo es prozentual die meisten lutherischen Christen und Christinnen gibt.

Eingeladen hat die gemeinsame lutherische Kirchenleitung (Uniting Church Council) der drei lutherischen Kirchen Namibias. "Welcome to Windhoek! In unserem Land mit mehr als 90% ChristenInnen sind die Früchte der Missio Dei sichtbar", so Bischof Ernst Gamxamub.

Neben den fast 300 anwesenden Delegierten aus den Mitgliedskirchen sind viele weitere BeraterInnen und Gäste geladen – darunter eine Delegation von VEM, EKiR und EKvW (Moderator Willem Simarmata, Vize-Moderatorin Rosmalia Barus, Vize-Moderator Bischof Abednego Kemshomshahara, Annette Muhr-Nelson, Annette Salomo, Ariane Stedtfeld und Anja Neuhaus).

Gleich vier Highlights bot der erste Tag

Lange Zeit war unklar, ob die Frage des Genozids in Namibia auf die Tagesordnung kommen würde. Martin Junge, Generalsekretär des LWB, betonte, wie froh er sei, dass die EKD den Schritt zu einer öffentlichen Entschuldigung getan hat und sagte sogar auf Nachfrage: „I want to promise you here in this assembly that there will be a statement on genocide together with the German churches.“

Das Thema der Versammlung „Liberated by God’s grace – befreit durch Gottes Gnade“ – ist untrennbar und nicht hierarchisch oder patriarchal zu verstehen.

Das starke Statement der Frauenvorkonsultation macht deutlich, wo die Knackpunkte liegen: Zu 82% werden in der lutherischen Kirche Frauen ordiniert, Schritte zur vollen Gleichstellung von Frauen und Männern sollen angestrebt werden.
Sehr deutlich und klar sprach sich die Frauenvorkonferenz gegen Gewalt gegenüber Frauen aus: „Male clergy abuse female clergy, men in congregation abuse women and girls in church and sometimes church leaders refuse to address the problems. Domestic violence must end. We call for an end of sexual harassment and sexual violence in all church structures, by which women are forced to engage in sex for church leadership roles.”

Es bleibt abzuwarten, was in den Komitees beraten wird und welche Resolutionen folgen werden.

Der namibische Befreiungskampf und die wichtige Rolle der Kirchen, aber auch Luthers Widerstand gegen Rom als Beispiel für eine für Gerechtigkeit und Freiheit eintretende Kirche war immer wieder Thema in Grußworten, besonders aber in der Botschaft von dem LWB-Präsident, Bischof Dr. Munib Younan. Bischof Younan betonte, dass die Befreiung Namibias von Unterdrückung und Besetzung ein Beispiel und Vorbild ist für die Freiheit von Palästina, für die er als Bischof unaufhörlich eintritt.

Am Abend hatten der Präsident der Republik von Namibia, Dr. Hage G. Geingob und seine Frau zum Empfang geladen. „Ich bin ein Lutheraner“, so begann der Präsident Geingob sein Statement. Unter anderem betonte auch er wie wichtig es ist, die Vergangenheit anzuerkennen, um dann um Vergebung zu bitten und zu benennen, was gewesen ist. Er ist froh über den eingeleiteten Prozess zwischen Deutschland und Namibia, den Genozid zu benennen und er ging so weit zu sagen, dass die Kirchen mit der Stellungnahme der EKD eine Art Botschafterinnenrolle in Deutschland übernehmen können, um so den Prozess fortzuführen.

Pfr'in Ute Hedrich, Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen (Text & Foto)

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