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23.09.2019

‚Zanzibar Spirit‘ – Für Frieden und inklusive Gemeinschaften

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten interreligiösen Friedenskonferenz der VEM in Stone Town auf Sansibar beim Friedensmarsch (Foto: Marion Unger / VEM).

Mit einem eindrucksvollen Friedensmarsch endete am 23. September 2019 die zweite interreligiöse Friedenskonferenz der Vereinten Evangelischen Mission auf der tansanischen Insel Sansibar.

70 Vertreterinnen und Vertreter christlicher, muslimischer, jüdischer und buddhistischer Glaubensgemeinschaften aus elf Ländern in Asien, Afrika und Europa trafen sich vom 20. bis 23. September 2019 in Stone Town, um gemeinsam zu beraten, wie Extremismus und Gewalt auf lokaler, regionaler und globaler Ebene überwunden werden können. In ihrer Abschlussbotschaft betonen die Teilnehmenden ihren Willen zu einer Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung im Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit und beim Aufbau inklusiver Gemeinschaften.

Die Konferenz fand in einem Kontext statt, der über Jahrhunderte bis heute durch Einflüsse islamischer, christlicher und anderer Religionen geprägt ist. Gastgeber war das Zanzibar Interfaith Centre (ZANZIC).

Die Teilnehmenden besuchten außerdem verschiedene interreligiöse Projekte, unter anderem mit Frauen und Jugendlichen. Auf großes öffentliches Interesse traf die Botschaft der Teilnehmenden, die hier herunterladbar ist. Geistliche Würdenträger christlicher, islamischer, buddhistischer und jüdischer Religionsgemeinschaften aus aller Welt stellten diese am Ende der Konferenz in der Stadtmitte von Stone Town vor. Die Kundgebung endete mit einem gemeinsamen interreligiösen Gebet. „In dieser Form hat es einen gemeinsamen Auftritt religiöser Führer aus Sansibar bisher nicht gegeben“ – resümierte Father Gaudene Mushi, ein Teilnehmer der Konferenz aus Tansania.

Die Veranstaltung auf Sansibar knüpfte an die erste interreligiöse Tagung 2017 in Wuppertal an. Neben der VEM waren damals die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und Justitia et Pax beteiligt. Jochen Motte, Mitglied des Vorstands der VEM, begrüßte die Fortsetzung dieses 2017 begonnenen Prozesses als Pilgerweg für Gerechtigkeit und Frieden. Teilnehmende äußerten den Wunsch, die getroffenen Verabredungen zur verstärkten Zusammenarbeit und Austausch mit einem dritten Zusammentreffen in Asien 2022 zu verbinden.

Die VEM wird auf dem Hintergrund der Tagung prüfen, wie und in welcher Weise interreligiöse Zusammenarbeit in ihren Bildungsprogrammen gestärkt und weiter verankert werden kann.

Online-Redaktion

 

 

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