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Eine Brücke bauen für indigene Minderheiten in der Diaspora

Philippinen: die Lumad

Die Kultur und die Lebensweisen indigener Völker sind mit dem Land ihrer Vorfahren und ihrer angestammten Umgebung eng verbunden. Indigene Völker zu zwingen, ihre Heimat zu verlassen, kann unkalkulierbare Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Lebensweise haben – Auswirkungen, die mit der Gefahr verbunden sind, dass ihre Kultur und ihre Existenz schließlich für immer aus dem Erbe der Philippinen verschwinden.

Als Kirche haben wir von jeher die Aufgabe, Hirten für die Armen und Benachteiligten zu sein. Weil wir diese Aufgabe treu erfüllen wollen, haben wir 2015, als rund 700 Lumad wegen massiver Militarisierung aus ihren Dörfern flohen, die Türen des Haran Mission Centre der Vereinigten Kirche Christi in den Philippinen (UCCP) für vertriebene Lumad, sogenannte Bakwits, geöffnet. Haran ist seitdem die zweite Heimat dieser Lumad-Geschwister. Dort haben sie Zeit, sich von dem Trauma zu erholen, das die Angriffe paramilitärischer Einheiten auf ihrem angestammten Territorium bei ihnen hinterlassen haben. Und ihre Kinder können auf der Bakwit-Schule ihre Ausbildung fortsetzen.

  • Land wird zur Ware – wo bleiben die Menschen?

    Grund und Boden haben sich zum begehrten Investitions- und Spekulationsobjekt von Staaten, internationalen Konzernen, Banken und Anlegern entwickelt. Sie kaufen oder pachten riesige Flächen, um das anzubauen, was am Markt gerade gefragt ist: Zum Beispiel Palmöl, aus dem Kraftstoff für Autos hergestellt wird oder Soja als Viehfutter für Rinder, die später als Steaks auf europäischen Grills landen. Wertvolle Bodenschätze wie Gold, Kupfer, seltene Erden und wertvolle Tropenhölzer werden rücksichtslos abgebaut, mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt.

    Indonesien, Westpapua: Überlebenskampf und Identitätsverlust

    Das Leben der traditionellen Volksgruppe der Papua auf der zweitgrößten Insel Indonesiens verändert sich dramatisch: Früher lebten die Menschen von dem, was der Regenwald ihnen bot. Heute verdrängen weitläufige Palmölplantagen und riesige Gold- und Kupferminen die letzten intakten Regenwälder Asiens. Die Papua werden gezwungen, ihre traditionelle Lebensweise als Hüter des Waldes aufzugeben. An den reichen Rohstoffvorkommen ihres Landes und den Einnahmen der Palmölkonzerne werden sie nicht beteiligt. Bis heute erkennt der indonesische Staat die Papua nicht als eigenständiges Volk an und verwehrt ihnen die Rechte auf jene Gebiete, die schon ihre Urahnen bewohnten.

    DR Kongo: Kein Land für Pygmäen

    Pygmäen gelten als die ersten Bewohner des Regenwaldes im Kongo. Früher zogen sie als Nomaden durch die endlosen Wälder. Doch sie wurden immer weiter aus ihrem angestammten Lebensraum durch Nationalparks und wachsende Siedlungen vertrieben. Der Staat erkennt ihre Landrechte als Jäger und Sammler bis heute nicht an. Ohne diese Anerkennung, kann jeder Außenstehende oder der Staat selbst ihr Land ohne Beschränkungen oder Abfindung übernehmen.

    Die VEM setzt sich für die Rechte der benachteiligten Volksgruppe durch die Schulung von Betroffenen sowie mit Einkommen schaffenden Projekten ein. Mehr Infos im Flyer zum Herunterladen.

Für eine Zukunft ohne Hunger

Gemeinsame Arbeit – gemeinsame Erfolge

Kirchen unterstützen Dorfgemeinschaften dabei, ihr Land gemeinsam zu bestellen. Gemeinsam lassen sich Herausforderungen besser meistern und eine gegenseitige Unterstützung im Alltag ist gewährleistet. Mit den zusätzlichen Einnahmen können viele Familien das Schulgeld für ihre Kinder finanzieren oder neues Saatgut kaufen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Äquator-Region gehört noch immer zu einem der unzugänglichsten Gebiete der Erde. Traditionell leben hier die Menschen von Maniok und Mais, den sie auf den umliegenden Feldern anbauen. Oft reicht der Ertrag nur für eine Mahlzeit am Tag. Bei Ernteausfällen hungern viele Familien. Die Nahrung ist nicht nur knapp, sondern auch unausgewogen, es fehlt an wichtigen Vitaminen. Kindern leiden häufig unter Entwicklungsstörungen. Sie sind besonders krankheitsanfällig und haben Schwierigkeiten beim Lernen. Agrarfachfachleute, wie der VEM-Mitarbeiter Safari Kanyena, vermitteln der ländlichen Bevölkerung neue Anbaumethoden, um höhere Ernten zu erzielen. Ein regelmäßiger Fruchtwechsel, Mulchen und Kompostdünger verbessern die Böden nachhaltig und schützen dauerhaft vor Verödung. Neue Gemüsesorten bereichern den unausgewogenen Speiseplan. Diese Umstellung wirkt sich positiv auf das Leben der Familien aus. Besonders die Gesund heitssituation der Kinder verbessert sich.

Das bewirkt Ihre Spende:

  • Familien erhalten ausreichend vitaminreiche Nahrung.
  • Die Gesundheitssituation der Menschen verbessert sich.
  • Die Anzahl mangelernährter Kinder sinkt.
  • Mit zusätzlichen Erträgen finanzieren Familien das Schulgeld für ihre Kinder.
  • Moderne, schonende Anbaumethoden kommen zum Einsatz.
  • Die Bodenqualität wird verbessert, damit steigen die Erträge.
  • Die wirtschaftliche Entwicklung dörflicher Gemeinschaften wird gestärkt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ost-Kongo: Hilfe zur Selbsthilfe - nicht nur ein Schlagwort

Die Situation:

Die Graben-Region, im Osten der Demokratischen Republik, bietet mit ihren fruchtbaren Böden gute Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Doch durch die Abholzung vieler Berghänge wurden fruchtbare Böden von immer häufiger auftretenden, unwetterartigen Regenfällen weggespült. Übrig bleiben karge Böden, auf denen nichts mehr wächst. Die Auswirkungen des Klimawandels sind spürbar und sichtbar. Die Situation für hunderte Bauern in der Region hat sich dramatisch verschlechtert: Weite Teile des Landes sind nicht mehr landwirtschaftlich nutzbar.

So hilft die Kirche vor Ort:

Die Baptistische Kirche im Ostkongo (CBCA) setzt sich für eine umweltschonende, nachhaltige Bewirtschaftung nutzbarer Flächen ein. Agrarfachleute schulen die Bauern. Mit neuen Anbaumethoden erzielen sie höhere Ernten und bereichern den Speiseplan mit vitaminreichen Gemüsesorten. Auch der Aufbau landwirtschaftlicher Kooperativen wird gefördert und begleitet. In einer Gemeinschaft verfügen Bauern über mehr finanzielle Möglichkeiten, Saatgut und Geräte für die gemeinsame Feldarbeit anzuschaffen.

Erste Erfolge:

Mehr als 400 Bauernfamilien wurden ausgewählt, die nun erfolgreich ihre Felder bewirtschaften. Bereits im ersten Jahr konnten viele Familien ihre Ernten von Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und Amaranth deutlich verbessern. Das bestärkt alle Beteiligten und zeigt, dass dies der richtige Weg ist.

Paul Tsongo, ein Landwirt aus Kisima, hat an den Schulungen der Kirche teilgenommen und berichtet:

"Schon mein ganzes Leben lang bin ich Landwirt. Es gab Zeiten, in denen ich gute Erträge hatte. Doch das ist lange her. Jahr für Jahr gingen die Ernten immer weiter zurück. Das hatte dramatische Folgen: Ich konnte meine Familien nicht mehr ausreichend ernähren. Oft reichte es noch nicht einmal für eine Mahlzeit pro Tag. Weder die Schulgebühren meiner Kinder noch Arztbesuche konnten wir uns leisten. Es war eine sehr schlimme Zeit.

Es ist ein wahrer Segen, dass ich an den Schulungen der Kirche teilnehmen konnte. Heute weiß ich, dass meine Anbaumethoden den Boden ausgelaugt haben und deswegen die Ernten ständig geringer ausfielen. Seitdem hat sich viel verändert: Ich bearbeite die Böden wesentlich weniger und decke sie mit Mulch ab, so hält sich die Feuchtigkeit. Statt Kuhmist verwende ich Gründünger, der die Böden besser versorgt. Unser ganzes Dorf hat gemeinsam Hecken gepflanzt, die mit ihren Wurzeln die Böden an den Hängen verfestigen, so dass bei starken Regenfällen nur noch wenig Erde weggespült wird.

Von der Kirche erhielt ich Gemüsesamen, bessere Maniok- und Bananen-Setzlinge, die nicht so krankheitsanfällig sind. Ich wusste gar nicht, dass man auf den Böden hier auch Gemüse anbauen kann. Jetzt ernten wir auch Lauch, Tomaten und Kohl, sogar mehr, als wir verbrauchen können, sodass wir mit dem Verkauf  noch etwas dazu verdienen können. Statt selbst Gemüse auf dem Markt kaufen zu müssen, kann ich jetzt welches verkaufen – ein unglaubliches Gefühl!“

Foto: A. Jäger/VEM
Sabine Schneider
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