Nachhaltige Textilien

 

Die VEM ist Mitglied in der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC), die sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der weltweiten Bekleidungsindustrie einsetzt. 

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Ansprechpartner

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Dietrich Weinbrenner
Beauftragter für nachhaltige Textilien Tel.: 02302-912346
0163-5606406 E-Mail
  • Roadmaps

    Bündnis für nachhaltige Textilien

    Die oft prekären Arbeitsbedingungen in der globalen Textilproduktion sind bekannt: Löhne unter dem Existenzminimum, überlange Arbeitszeiten durch erzwungene Überstunden, gefährliche Arbeitsplätze, Behinderung gewerkschaftlicher Organisierung. In der Textilindustrie werden systematisch Menschen- und Arbeitsrechte verletzt.

    Nach der Katastrophe von Rana Plaza in Bangladesh, bei der im April 2013 mehr als 1.000 Arbeiterinnen und -arbeiter durch einen Fabrikeinsturz getötet wurden, wurde in Deutschland das „Bündnis für nachhaltige Textilien“ gegründet. Das Amt für MÖWe ist Bündnismitglied.

    Für das Jahr 2017 mussten sich die Mitglieder im Textilbündnis erstmals in sogenannten Roadmaps Ziele für die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards in ihren Lieferketten setzen. Die Veröffentlichung dieser Roadmaps ist in diesem Jahr noch freiwillig, doch ab 2018 verpflichtend. Bisher haben nur wenige Mitgliedsunternehmen ihre Roadmap im Jahr 2017 veröffentlicht. Insgesamt waren dies 19 von 87 berichtspflichtigen Mitgliedsunternehmen. Die Roadmap des Amtes für MÖWe finden Sie hier.

  • Grundlegende Dokumente

    Soziale Bündnisziele und -standards

    Die nachfolgenden sozialen Standards sind die sozialen Ziele in Bezug auf die einzelnen
    Stufen der Lieferkette, zu deren schrittweisen Umsetzung sich die Mitglieder des Bündnisses
    für nachhaltige Textilien verpflichten. mehr»

    Hier können Sie sehen, wie das Textilbündnis strukturiert ist.

    In einzelnen Facharbeitsgruppen sind grundlegende Ziele formuliert. mehr»

     

    Im November 2017 hat der Steuerungskreis verbindliche Zeit- und Mengenziele

    für die Bündnismitglieder beschlossen, die sich je nach Anspruchsgruppen

    unterscheiden (z.B. Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen). mehr»

     

    Gremien

    Die einzelnen Facharbeitsgruppen im Textilbündnis haben grundlegende Ziele formuliert.mehr»

  • Kirche & Diakonie als Großkunden

    Kirche und Diakonie als Großkunden von Textilien

    In Tagungshäusern, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen wird in großem Umfang Bettwäsche und Arbeitskleidung beschafft bzw. gemietet. Hier soll nun ein Prozess in Gang gesetzt werden, neben Kriterien wie Qualität und Preis auch verantwortliche Produktionsbedingungen mit einzubeziehen.

    Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und die Vereinte Evangeliche Mission (VEM) haben bundesweit den ersten hauptamtlichen Beauftragten für nachhaltige Textilien: Pfarrer Dietrich Weinbrenner (64) ist von der westfälischen Kirchenleitung für ein entsprechendes Pilotprojekt bei der VEM freigestellt worden. mehr»

Der wahre Preis der Kleidung

Klar, der Preis der Kleidung steht auf dem Etikett. Das ist doch der wirkliche Preis – oder nicht?  Doch nicht nur wir, die VerbraucherInnen, bezahlen einen Preis für unsere Hemden und Hosen, sondern viele Menschen, die an der Wertschöpfungskette von Textilien beteiligt sind. Diese Menschen sind für uns unsichtbar. Sie leben in sog. „Billiglohnländern“, in Asien, Mittelamerika oder auch in EU-Staaten wie Rumänien oder Bulgarien. Sie zahlen einen hohen Preis, weil sie oft unmenschlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, gegen die sie sich nicht wehren können.

Seit den Katastrophen in Fabriken, bei denen Menschen verbrannt sind oder unter einstürzenden Gebäuden begraben wurden, sind diese Zustände in der globalen Textilproduktion immer wieder Gegenstand von Medienberichten. Meist ist dabei das Nähen im Fokus. Hier sind Löhne unter dem Existenzminimum an der Tagesordnung, sowie überlange Arbeitszeiten, Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit der ArbeiterInnen und die Behinderung gewerkschaftlicher Organisierung.

Doch vor diesem letzten Arbeitsschritt gibt es weitere, in denen die ArbeiterInnen noch viel ungeschützter und verwundbarer sind.

Zehnjährige Kinder sind Wanderarbeiter bei der Herstellung von Baumwollsaatgut oder bei der Baumwollernte. In indischen Entkernungsfabriken, in denen die Samenkörner von den Fasern getrennt werden, arbeiten Saisonkräfte in 12-Stunden-Schichten für Hungerlöhne. Es gibt keinen Arbeitsvertrag, keine Lohnabrechnung, keine soziale Absicherung. Armutslöhne bekommen auch die HeimarbeiterInnen, die Stoffe weben und pro Stück bezahlt werden – in völliger Abhängigkeit von Mittelsmännern.

Wer die ganze Wahrheit über den Preis der Kleidung wissen will, muss alle Produktionsstufen in den Blick nehmen. Vom Baumwollfeld bis zum Kleiderbügel.

Dass  auch deutsche Unternehmen eine Mitverantwortung für die Arbeitsbedingungen haben, unter denen ihre Produkte hergestellt werden, ist inzwischen unstrittig. Leider nehmen die meisten Unternehmen diese Verantwortung nicht wahr.

Das „Bündnis für nachhaltige Textilien“, das der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Oktober 2014 ins Leben gerufen hat, will nachprüfbare soziale und ökologische Verbesserungen in der gesamten Wertschöpfungskette von Textilien und Bekleidung erreichen, z.B. durch die Zahlung von existenzsichernden Löhnen.

Die VEM ist Mitglied in der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC), die sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der weltweiten Bekleidungsindustrie einsetzt.  Wie das Amt für MÖWe in der Ev. Kirche von Westfalen arbeitet auch die CCC im Textilbündnis mit.

Wo kann Kirche in diesem Bereich Verantwortung übernehmen? In Gemeinden und Kirchenkreisen werden nur wenige Textilien beschafft. In diakonischen Einrichtungen ist dies anders: In Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen geht es um Bettwäsche, Handtücher und Arbeitskleidung für Pflegekräfte und Ärzte. Da kommen große Mengen zusammen. Bisher wird hier jedoch kaum die Frage gestellt, wo diese Produkte herkommen und wie sie produziert wurden.

Für viele Menschen ist Diakonie das „Gesicht“ der Kirche. Es wäre wunderbar, wenn dieses Gesicht auch dadurch leuchten würde, dass in den stationären Einrichtungen Textilien benutzt werden, die öko – fair hergestellt sind. Um diesen Prozess anzustoßen, hat die EKvW Pfarrer Dietrich Weinbrenner für die Arbeit als Beauftragter für nachhaltige Textilien freigestellt – einmalig in der EKD. Die Projektstelle ist bei der VEM – Abteilung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung angesiedelt.

 

 

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