Die Sebastian Kolowa Memorial University (SEKOMU) in der Nordost-Diözese der ELCT ist Opfer eines bewaffneten Angriffs geworden. In der Nacht vom 1. auf den 2. September drangen schwer bewaffnete Personen auf das Gelände der SEKOMU. Ziel waren die Studierenden. Da noch Semesterferien sind, hielten sich nur wenige Personen auf dem Gelände auf. Glücklichwerweise befand sich niemand in den beiden Schlafunterkünften, die angegriffen wurden. Die Angreifer legten Feuer und beschädigten so die beiden Gebäude. Ein mutiger Wachmann, der sich den Angreifern entgegenstellte, wurde ermordet. Das schnelle Eingreifen der alarmierten Polizei verhinderte Schlimmeres. Die Täter wurden vermutlich gewarnt und konnten vor dem Eintreffen der Polizei fliehen. Die Ermittlungen laufen zur Zeit; bislang gibt es kein Bekenner-Statement oder genauere Informationen zu den Tätern.
Aufgrund der Art des Anschlags lassen sich Parallelen zu einem Angriff auf eine kenianische Universität im April 2015 feststellen; die islamische Al-Shabaab Miliz hatte damals 147 Menschen bei einem Angriff getötet.
Die Kirchenleitung bat u.a. die VEM um Hilfe im Gebet. Die VEM-Gemeinschaft wird darüber hinaus finanzielle Unterstützung zur Beseitigung der entstandenen Schäden an den Gebäuden bereit stellen. Die VEM-Mitarbeiterin Gabriela Kunas, die an der SEKOMU tätig ist, wurde glücklicherweise nicht verletzt; ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Sie wie alle ihre KollegInnen und Studierenden sind sehr erschrocken über den gemeinen Anschlag und freuen sich über jeden Zuspruch. Bereits am Freitag wurde die VEM-Gemeinschaft mittels „Prayer Alert“ über den Vorfall informiert.
(Uli Baege, Referent für Partnerschaften & Projekte der Abteilung Afrika, Foto: Gabriela Kunas)