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Jatropha – Wunderpflanze oder Bedrohung für die Armen?

Agrotreibstoffe sind höchst umstritten – schützen sie die Umwelt oder schaden sie ihr? In der aktuellen Diskussion spielt die Jatropha-Pflanze, in Deutschland auch Purgiernuss genannt, eine zunehmende Rolle. Fakten und Argumente zum Thema Jatropha-Anbau bietet jetzt ein Info-Blatt, das die Vereinte Evangelischen Mission (VEM) und Brot für die Welt gemeinsam herausgegeben haben.

Hohes Potential

Der Pflanze wird ein hohes Potenzial zugeschrieben, weil sie als wenig anspruchsvoll gilt. Außerdem kann aus den Samen der Pflanze Dieselkraftstoff gewonnen werden, ohne dass diese Nutzung sich negativ auf die Lebensmittelproduktion auswirkt – das Öl aus den Samen ist für den Menschen ungenießbar. Darüber hinaus kann die Jatropha-Pflanze mit ihren spezifischen Eigenschaften dazu beitragen, in Trockengebieten Bodenerosionen und das Abfließen von Regenwasser zu verhindern. So ist es verständlich, dass viele Verfechter des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen für die Energiegewinnung große Erwartungen in Jatropha setzen. Das gilt besonders für den Anbau der Pflanze in Tansania.

Ernüchterung

Das achtseitige „Factsheet“ von VEM und Brot für die Welt informiert über die Nutzung der Pflanze, über die Vorteile und die daraus resultierende Euphorie, aber auch über die inzwischen eingetretene Ernüchterung und deren Gründe. Informiert wird über die Klimabilanz von Jatropha, über die aufwändige Weiterverarbeitung, über den Beitrag zur Armutsreduzierung der Kleinbauern und über mögliche Landkonflikte bei Großplantagen. Die Informationen werden konkret am Beispiel Tansanias aufgeschlüsselt.

Überblick über den Diskussionsstand

Dr. Jochen Motte, Vorstandsmitglied der VEM, weist darauf hin, dass diese Pflanze längst auch in anderen Weltgegenden eine beachtliche Rolle spielt: „Wie Palmöl wird auch Jatropha mittlerweile nicht nur in Ländern wie Tansania, sondern auch in Indonesien propagiert. Damit einher gehen Versprechungen auch für Kleinbauern auf zusätzliche Einkommensquellen. Ob diese Hoffnungen begründet sind, oder ob Jatropha auch Nachteile mit sich bringt wie die Verdrängung von Nahrungspflanzen, wird man sehen. Das Factsheet jedenfalls gibt einen guten Überblick zum gegenwärtigen Diskussionsstand.“

Das Merkblatt kann unentgeltlich bei der VEM bezogen werden: Telefon 0202 89004 142, E-Mail: jpic@vemission.org oder <media 1263>hier</media> heruntergeladen werden.

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