„Ich habe auf jeden Fall große Erwartungen an das Antirassismus-Seminar mitgebracht, weil ich es super wichtig finde, sensibilisiert zu sein. Wir müssen uns ja unserer Privilegien bewusst werden und auch zuhören können.“ so beschreibt die 19-jährige Lotta, wie sie ins Ausreiseseminar der Vereinten Evangelischen Mission gekommen ist.
Zusammen mit 19 anderen jungen Erwachsenen bereitet sie sich im CVJM-Bildungszentrum auf der Bundeshöhe in Wuppertal zehn Tage lang darauf vor, ein Jahr in einer Mitgliedskirche der VEM in Ruanda mitzuarbeiten. Für andere geht es nach Indonesien, Tansania oder mit der Norddeutschen Mission nach Ghana und Togo. Besonders wichtig ist dabei der Austausch mit den Süd-Nord-Freiwilligen aus asiatischen und afrikanischen VEM-Mitgliedskirchen, die gerade ihr FSJ in Deutschland absolvieren.
Neben Fragen von kultureller Verständigung und Gesundheitsvorsorge geht es hier um den Umgang mit Heimweh, Trauer und Rassismus. Dazu sagt Lotta: „Zum Beispiel bei der Berichterstattung: Mir war vorher gar nicht so bewusst, dass ich auch in Selfies eine Hierarchie darstellen kann! Da ist es mir auch wichtig, mich nicht als die weiße Helferin darzustellen, die ich einfach nicht bin.“ Bei diesen Themen hilft es, als Gruppe gemeinsam zu lernen. Hiba, die ebenfalls nach Indonesien ausreist, sagt dazu: „Ich finde, dass wir super klarkommen, auch als Gruppe. Ich nehme von diesem Seminar neue Freunde mit – und jede Menge Wissen!“
Viel Input, wenig Schlaf, und abends lange Gespräche mit den Mitfreiwilligen: So bereiten sich die jungen Erwachsenen auf ihr Jahr mit der VEM vor. Wir wünschen ihnen für ihren Freiwilligendienst alles Gute und Gottes Segen.