PEGIDA -auch die Menschen im Ostkongo haben schon davon gehört und sind besorgt über die aufgeheizte Stimmung in Deutschland. Darum ist die Baptistische Kirche in Zentralafrika dem Aufruf der Vereinten Evangelischen Mission gefolgt und betet für den Dialog der Religionen und ein friedliches Miteinander in Deutschland.
Noch nie so viele Reaktionen
"Noch nie hatten wir so schnell so viele Reaktionen auf einen Gebetsaufruf", sagt Claudia Währisch-Oblau, Abteilungsleiterin Evangelisation bei der VEM. Sie hatte die Mitgliedskirchen in Afrika und Asien angeschrieben und über die Bewegungen in Deutschland informiert, die sich unter anderem gegen den Islam und gegen Flüchtlinge richten. "Bitte betet darum, dass die Probleme friedlich gelöst werden, und dass Deutschland ein Land bleibt, wo Flüchtlinge friedlich leben können und wo sie willkommen geheißen werden", hieß es in dem Aufruf.
Solidarität mit deutschen Kirchen
Von Tansania bis Sri Lanka haben sich nun Bischöfe, Kirchenmitarbeitende und andere solidarisch mit ihren deutschen Partnerkirchen erklärt, die sich in den letzten Tagen öffentlich gegen PEGIDA und für einen Dialog der Religionen positioniert hatten. "Gott segne die Initiative der Kirchen für Frieden und Toleranz", hieß es etwa aus Namibia. Viele der 29 Mitgliedskirchen der VEM in Afrika und Asien versprachen, für die Deutschen zu beten. Die Vereinte Evangelische Mission setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Flüchtlingen und ein friedliches Miteinander der Religionen in der ganzen Welt ein.