Mit vielen Begegnungen, Gesprächen und Impulsen war die Vereinte Evangelische Mission (VEM) in diesen Tagen bei der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in Bonn vertreten. Mit einem eigenen Stand wurde die weltweite Gemeinschaft ihrer Mitgliedskirchen mitten ins synodale Geschehen gebracht, als sichtbares Zeichen dafür, dass Kirche von Verbundenheit lebt.
Die Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der EKiR. Vom 16. bis 20. Januar haben 184 stimmberechtigte Synodale über Kirchengesetze, theologische Positionen und die Ausrichtung der Kirche in herausfordernden Zeiten diskutiert und Entscheidungen getroffen. Die VEM unterstützte hier bewusst den Gedanken: Kirche ist mehr als Zahlen und Strukturen – sie ist lebendige, vielfältige Gemeinschaft über Kontinente hinweg.
„Share the blessings“ – ein Stand, der zum Mitmachen einlädt
Am Stand des Regionalen Dienstes der VEM* stand das Motto „Share the blessings“ im Mittelpunkt. Die Synodalen waren eingeladen, Segensworte aus den Mitgliedskirchen der VEM-Gemeinschaft mitzunehmen – kurze Texte, die Mut machen und die weltweite Verbundenheit sichtbar werden lassen.
Sabine Hübner, Teamleiterin Regionaler Dienst, beschreibt die Idee so:
„Wir wollten einen Ort schaffen, an dem spürbar wird: Kirche lebt von Beziehung und Segen – und diese Kraft teilen wir in der weltweiten Gemeinschaft.“
Die Resonanz am Stand war durchweg positiv. Viele Besucher*innen zeigten sich bewegt von der Idee, Segen nicht nur zu empfangen, sondern ihn auch weiterzugeben. Die Synodalen nutzten das Angebot nicht nur zum Mitnehmen, sondern beteiligten sich auch aktiv: Am Stand konnten sie eigene Segensworte aufschreiben. Diese persönlichen Worte wurden gesammelt und werden anschließend in die VEM-Gemeinschaft geteilt – als Ausdruck einer Hoffnung, die weitergetragen wird.
Begegnungen, Grußwort und weltweite Perspektive
Auch in den Begegnungen und Gesprächen am Rande der Synode wurde deutlich, wie wichtig persönliche Beziehungen und internationale Partnerschaften für kirchliches Leben sind. VEM-Generalsekretär Pfarrer Dr. Andar Parlindungan betonte, dass das gemeinsame Unterwegssein ein zentraler Gedanke synodaler Arbeit sei:
„Synode bedeutet, im Glauben gemeinsam unterwegs zu sein – Krisen miteinander zu tragen und das Leben gemeinsam zu feiern.“
Ein besonderer Moment war zudem das Grußwort von Anna Tenga Mzinga, Finanzberaterin der VEM, zu Beginn der Synode. Sie erinnerte daran, wie wichtig die VEM für die weltweite Kirche ist, nicht nur organisatorisch und finanziell, sondern auch als geistliche und ekklesiologische Gemeinschaft, die Christ*innen über Kontinente hinweg verbindet.
*Der Regionale Dienst der VEM unterstützt Gemeinden und Kirchenkreise, ökumenische Vielfalt zu entdecken und internationale Verbundenheit zu stärken. Das siebenköpfige Team aus Tansania und Deutschland ist in allen Regionen der Evangelischen Kirche im Rheinland aktiv. Vor Ort entwickeln und erproben sie innovative Formen der Ökumene nach dem Konzept „Global Learning in Ecumenical Perspective“ (GLEP). In jeder der sechs Regionen gibt es eine Regionalgruppe, die die Arbeit der VEM-Mitarbeitenden begleitet.