16.11.2021
Die VEM organisiert Workshops und internationale Konferenzen, um Menschen weltweit zu einem friedlichen Miteinander der Religionen zu befähigen.
Reihan Aresmouk, muslimische Studentin aus Wuppertal, Dr. Binsar Pakpahan, christlicher Theologe aus Indonesien und Sheikh Abdullah Talib, muslimischer Gelehrter aus Sansibar, referierten im Rahmen eines „UEM Global Lecture“ über eine zunehmende religiöse Diskriminierung, sowie über ihre persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema. Schwerpunkt waren die Beziehungen zwischen muslimischen und christlichen Gemeinschaften. Die Diskriminierung der muslimischen Minderheit in Deutschland entsteht unter anderem durch die Pauschalisierung aller Muslim*innen im Zusammenhang mit dem islamistischen Terrorismus. In Indonesien wird die Freiheit der christlichen Minderheit, Gottesdienste zu feiern, sowohl durch Gesetze als auch durch Angriffe fundamentalistischer Gruppen eingeschränkt. Auf Sansibar, wo die Mehrheit der Menschen muslimisch ist, wird die christliche Minderheit von der tansanischen Regierung in vielen Fällen bevorzugt behandelt. Das kann zu Spannungen führen.
Dr. Jochen Motte, Leiter der Abteilung Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung der VEM, gab einen Überblick über die Situation weltweit. Er berichtete vom Engagement der VEM für einen lebendigen Dialog, der an vielen Orten für ein friedliches Miteinander unerlässlich ist. Für viele Mitgliedskirchen der VEM sind der interreligiöse Dialog sowie die Unterstützung von religiösen Minderheiten durch Empowerment und Rechtsberatung von großer Bedeutung.
Rund 120 Menschen aus Asien, Afrika und Europa nahmen an der 90-minütigen virtuellen Veranstaltung teil. Dr. Andar Parlindungan, Leiter der Abteilung Training and Empowerment der VEM, beendete das Treffen mit den Worten: „Die VEM schafft Räume für den interreligiösen Dialog. Die Religionen haben das Potential, gemeinsam eine friedliche und harmonische Welt mitzugestalten.“
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