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VEM-Vollversammlung geht mit Gottesdienst zu Ende

Das Plenum der Vollversammlung stellte die Weichen für die Zukunft der VEM. Alle Fotos: Bright Mwambola

VEM-Moderator Bischof Dr. Abednego Keshomshahara (l.) leitete die Vollversammlung, Generalsekretär Pfarrer Dr. Andar Parlindungan das Tagesgeschäft.

Jede Kirche entsendet je nach Mitgliederzahl ein bis drei Delegierte, hier Juliet Solis Aguilar (r.) für die Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen.

„Alles kann ich durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt.“ (Phil 4,13) Mit diesem Leitwort verpflichtet sich die VEM erneut zu Frieden, Versöhnung und zur Stärkung von Frauen und Jugendlichen. Entschlossen ruft sie zum Handeln gegen jede Form von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt auf.

 

Mit einem Gottesdienst ist die 11. Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) am Nachmittag des 19. September in Daressalam/Tansania zu Ende gegangen. Delegierte der 39 Mitglieder aus Afrika, Asien und Deutschland verabschiedeten am letzten Sitzungstag zentrale Beschlüsse zur künftigen Zusammenarbeit im Zeichen des Mottos „Der Balken in unserem Auge – gegen Diskriminierung in Kirche und Diakonie“.

 

Maßnahmen gegen Diskriminierung und sexualisierte Gewalt

 

Die Vollversammlung beschloss ein umfassendes Schutzpaket gegen sexualisierte Gewalt. Kirchen und diakonische Einrichtungen sollen sichere Orte sein, die Schutz und Heilung bieten. Dazu gehört die Anwendung verbindlicher Schutzrichtlinien, die Einrichtung vertraulicher Meldesysteme sowie eine umfassende Unterstützung der Opfer von sexualisierter Gewalt. Der Aufsichtsrat wurde damit beauftragt, unabhängige Ombudspersonen in allen drei VEM-Regionen zu benennen. Zudem soll er ein Schutzkonzept für Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Erwachsene entwickeln, das auch für internationale Begegnungen gilt.

 

Die Delegierten riefen die Mitglieder auf, Frauen gezielt in Führungspositionen zu berufen, damit Leitungen in Kirche und Diakonie die Vielfalt des Volkes Gottes widerspiegeln. Darüber hinaus forderte die Vollversammlung die konsequente Umsetzung eines intersektionalen Ansatzes, um Mehrfachbenachteiligungen wirksam zu überwinden. Strukturelle Veränderungen, Seelsorge, Fürsprache, Solidarität und praktische Unterstützung sollen dazu beitragen, vielschichtige Diskriminierungen abzubauen. Zudem sollen die Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV/AIDS wiederaufgenommen und Programme entwickelt werden, die psychischen Belastungen von Kindern und Jugendlichen durch digitale Technologien vorbeugen.

 

Anerkennung der Ordination und mehr Mitbestimmung für junge Erwachsene

 

Die Delegierten beschlossen die schnellstmögliche gegenseitige Anerkennung der Ordination innerhalb der VEM-Gemeinschaft, um den Austausch von Theolog*innen zu erleichtern. Eine Satzungsänderung ermöglicht es zudem, den seit 1828 bestehenden Rechtsstatus des altrechtlichen Vereins der VEM in die zeitgemäße Rechtsform des eingetragenen Vereins zu überführen. Die Rotation des Moderatorenamts zwischen Afrika, Asien und Deutschland ist nun satzungsgemäß verankert. Außerdem wird der Aufsichtsrat um zwei Sitze für junge Erwachsene erweitert. Sie verfügen künftig über drei Stimmen statt bisher nur einer für alle Regionen.

 

Partnerschaften neu denken und Verantwortung gemeinsam tragen

 

Kirchliche Partnerschaften sollen künftig nach den Kriterien zertifiziert werden, die auf der internationalen Partnerschaftskonferenz 2023 beschlossen wurden. Außerdem sollen neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden. Der nächste Partnerschaftspreis wird zum Thema „Frieden und Gerechtigkeit“ verliehen.

 

Zugleich bekräftigten die Delegierten die gemeinsame finanzielle Verantwortung aller drei Regionen angesichts schwindender Ressourcen deutscher Kirchen. Beschlossen wurden beispielsweise Maßnahmen für Fundraising, Investitionen, Drittmittelakquise, Kosteneinsparungen und Beiträge. Eine neue zielorientierte Prozessstruktur soll außerdem helfen, die Arbeit der VEM künftig klarer an Zielen und finanziellen Möglichkeiten auszurichten.

 

Statement der Vollversammlung

 

In ihrem Statement äußert die Vollversammlung unter anderem ihre große Sorge über den Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo die Mitgliedskirche CBCA (Communauté Baptiste au Centre de l’Afrique) ansässig ist. Der Krieg fordert viele unschuldige Opfer, darunter auch Mitglieder der CBCA-Gemeinden. Zerstörte Infrastruktur und die ständige Bedrohung durch willkürliche Gewalt bewaffneter Milizen prägen das Leben vieler Menschen in der Region.

 

Die VEM steht auch an der Seite der Opfer von Krieg und Gewalt in der Ukraine, auf den Philippinen, in Papua, Israel, Palästina und weiteren Regionen. Sie ruft die Konfliktparteien auf, Friedensgespräche zu beschleunigen und die Rechte und Würde aller Menschen zu wahren.

 

„Wir danken Gott, dass unsere 11. Vollversammlung in Daressalam/Tansania friedlich und konstruktiv verlaufen ist. Die aktive Beteiligung aller 39 Mitglieder stärkt unser gemeinsames Zeugnis für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Mit dem Wort aus Philipper 4,13 gehen wir voller Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft: Gott ist die Stärke der VEM und ihrer Mitglieder,“ so Pfarrer Dr. Andar Parlindungan, Generalsekretär der VEM.

 

Die nächste Vollversammlung der VEM wird 2028 auf Einladung der Mitgliedskirchen GKJW und GKJTU auf der indonesischen Insel Java stattfinden.

 

Das vollständige englischsprachige Statement der Vollversammlung ist unter diesem Link verfügbar. Hier finden Sie unsere Pressemitteilung.

 

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