„Wir haben kurze YouTube-Andachten entwickelt. Einmal pro Woche wird eine solche Andacht von jungen Pastor*innen oder Vikar*innen aufgenommen und dann auf YouTube geteilt. Es gibt pro Video 400-500 Abrufe, und wir bekommen sehr viel positives Feedback.“ Tom Chandra stellt sein Projekt vor: Er ist Evangelism Contact Person der Kirche GKE*, abgekürzt ECP.
Zur Zeit treffen sich die ECPs im Rahmen von VEM-Workshops mit den Abteilungsleitungen ihrer jeweiligen Kirche, die für Evangelisation zuständig sind. Es gibt Austausch zwischen den Hierarchieebenen, und die Leitenden entwickeln gemeinsam mit den jungen ECPs Programme für ihre Kirchen. Die Leitenden lernen die Kompetenz der ECPs zu schätzen, und die jungen ECPs bauen gute Arbeitsbeziehungen zur Kirchenleitung auf.
Die Vereinte Evangelische Mission betreibt das ECP-Programm seit 2017, um mit ihren Mitgliedskirchen ins Gespräch darüber zu kommen, wie Evangelisation in verschiedenen Kontexten aussehen kann. 23 Menschen gehören zur aktuellen, zweiten Gruppe, die bis 2025 arbeiten wird. Die ECPs sind fest angestellte Mitarbeitende ihrer Kirchen, die für das VEM-Programm freigestellt werden.
Claudia Währisch-Oblau, Teamleiterin Evangelisation bei der VEM, sagt dazu: „Die Gruppe besteht aus gleich vielen Frauen und Männern. Das ist beim Thema Evangelisation eher ungewöhnlich, aber beim ECP-Programm Prinzip.“
Für Tom Chandra hat die Arbeit gerade erst angefangen: Er und die anderen ECPs in der Region Asien planen für dieses Jahr insgesamt 47 Projekte, von Jugendcamps über Trainings von Evangelist*innen bis hin zur Erstellung von Modulen für den Religionsunterricht. Für die ECPs der Region Afrika steht das Treffen mit den Abteilungsleitungen noch aus – und auch dort werden sicher einige neue Projekte entstehen.
*GKE = Gereja Kalimantan Evangelis (Evangelische Kirche von Kalimantan)