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Bildung bedeutet Nachhaltigkeit in den globalen Kirchen und Gesellschaften

Die für das VEM-Stipendienprogramm zuständige Abteilung Training & Empowerment organisierte in diesem Sommer das jährliche Treffen der in Deutschland studierenden Stipendiaten. Die Studierenden trafen sich im Wuppertaler Missionshaus, um über die Fortschritte ihrer Forschungsarbeiten zu berichten und sich über die Herausforderungen und Erfahrungen während ihres Aufenthaltes in Deutschland auszutauschen. Nach dem Treffen schätzten die Studierenden die Auswirkungen des Stipendienprogramms auf ihr Leben und ihre jeweiligen Heimatkirchen durchweg positiv ein: "In der Bildung geht es um die Nachhaltigkeit in den globalen Kirchen und Gesellschaften", so der Tenor der jungen Akademiker, die aus verschiedenen Mitgliedskirchen der VEM kommen.

Mathilda Umuraza, Doktorandin im Fachbereich Diakonie von der Presbyterischen Kirche in Ruanda sieht die Möglichkeit, in Deutschland zu studieren als eine Art Anerkennung viele Jahre nach dem Völkermord in Ruanda. Das Studium für Diakoniemanagement ist eine der effektivsten Methoden zur Verbesserung der Diakoniearbeit in Ruanda, um auf die sozialen Probleme in Ruanda zu reagieren.

Tioria Sihombing, Diakonisse der indonesischen Batak-Kirche HKBP, promoviert derzeit ebenfalls in Diakonie und stimmt ihrer Studienkollegin zu, dass ihre Forschungsarbeit einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Diakoniedienstes in Indonesien haben wird. Sie hält ihr Stipendium für sehr wichtig, denn sie ist die erste Doktorandin in Diakoniemanagement aus ihrer Kirche und aus Indonesien überhaupt.

Janine van Wyk von der Evangelisch-Lutherischen Kirche ELCRN in Namibia freut sich zusammen mit Tioria Sihombing darauf, nach Abschluss ihres Studiums an der Verbesserung der Diakoniearbeit in ihrer Kirche mitzuwirken. Sie hofft, dass die Kirche dank ihrer akademischen Kompetenz in der Lage sein wird, besser auf soziale Fragen in Namibia wie Armut und wirtschaftliche Ungerechtigkeit zu antworten.

"Mission ist mein Leben", so Ngoy Leita Mwakilima von der Ostküstendiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. Mission hat einen wesentlichen Einfluss auf ihr Leben, und zwar in sozialer, spiritueller, physischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Ein starkes Motiv für sie, um ihre Doktorarbeit in Missionswissenschaften zu schreiben. Ngoy Leita wird zunächst ein Jahr lang einen Deutschkurs belegen und ein Semester lang an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel Fachliteratur zusammentragen. Die Schreibphase wird sie dann an der Makumira Universität in Tansania unter der Leitung von Prof. Dr. Henning Wrogemann durchführen. "Meine Forschung über Befreiungsdienste werden eine globale Perspektive für das Verständnis dieser Dienste einbringen und relevante Missionsstrategien als Antwort auf diese Dienste vorschlagen", so Ngoy Leita. Die junge Theologin schließt ihre positive Einschätzung mit der Beobachtung ab, dass die VEM das relevante Thema der Befreiung (Exorzismus) für die weltweite und akademische Arbeit der Kirchen belegt.

Der deutsche Doktorand Malte Stollewerk setzt sein Studium der Kirchengeschichte an der KiHo Wuppertal/Bethel fort und erforscht das Engagement der Rheinischen Missionsgesellschaft (RMG) mit Blick auf die Gründung und Entwicklung der Rheinischen Kirche in Südafrika. Seiner Einschätzung nach wird das Stipendium ihm und einigen Wissenschaftlern aus Südafrika dabei helfen, eine Reihe von neuen historischen Fakten über die Entwicklung der Kirche zu untersuchen.

Andar Parlindungan, Leiter der Abteilung Training & Empowerment der VEM

(Übersetzung aus dem Englischen: M. Pauly)

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