“Für die Vereinte Evangelische Mission (VEM) ist die Bibel ein zentrales Element für die Transformationsprozesse innerhalb der VEM, damit alle Mitglieder gut ausgerüstet und erleuchtet sind, um den verschiedensten Herausforderungen zu begegnen. Das schließt auch Themen wie die aktuellen Kirchenaustrittszahlen in Deutschland mit ein“, sagt Pfr. Dr. Andar Parlindungan, VEM-Generalsekretär. Anlässlich der Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft war er am 6. Juni zu einem Podium im Tagungshaus in Wuppertal, Deutschland, eingeladen.
Für ihn gehört die Bibel fest zur Arbeit der VEM in Asien, Afrika und Deutschland dazu:
Parlindungan erklärte, dass die Mitglieder der VEM-Gemeinschaft tägliche Herausforderungen wie Kriege, Armut, Diskriminierungen und Umweltkatastrophen auch durch ihren Glauben überstünden. Deshalb sei u.a. so wichtig, dass Menschen schon als Kind von der Bibel hörten und erlernten, darin Antworten für das Leben zu finden.
Die VEM hat mit der Alle-Kinder-Bibel eine diskriminierungssensible, antirassitische und gerechte Erzählung des Evangeliums auf den Markt gebracht, um den Zugang zu erleichtern. Parlindungan erinnerte auch daran, dass westliches und eurozentrische Denkmuster Jahrhunderte die Erzählweise der Bibel dominierte.
Die Vollversammlung der Deutschen Bibelgesellschaft verbindet die Arbeit der regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland, der christlichen Kirchen und anderer Vereinigungen und Werke, die sich für Bibelmission, Bibelverbreitung und Bildungsarbeit zur Bibel einsetzen. Auf dieser Vollversammlung hielt die Siegener Religionspädagogin Prof. Mirjam Zimmermann einen Vortrag zum Thema „Die Bibel ins Leben ziehen oder: Was ist mimetische Bibeldidaktik?“ Bei ihrem Ansatz geht es darum, Kinder und Jugendliche dazu zu motivieren, Sprach- und Denkformen, Bücher, Figuren etc. der Bibel nachzuahmen. Dadurch entwickeln sie ihre eigenen Zugänge zur Bibel.