Sie kennt die Vereinten Evangelischen Mission (VEM) aus der Perspektive einer externen Trainerin – nun wird sie Teil der Organisation: Phyllis Fuseini ist die neue Assistenz Global Programs bei der VEM.
Freiberuflich im Diversity Management
Die 38jährige Wuppertalerin hat die VEM vor einigen Jahren als Antirassismus-Trainerin kennengelernt. Sie war engagiert worden, um einen Workshop für die Freiwilligen zu geben: „Und ich bin da so ein bisschen skeptisch rangegangen aufgrund meiner eben antirassistischen Perspektive. Weil ich nicht wusste: Was erwartet mich da? Und dann habe ich da eine Gruppe von super reflektierten jungen Erwachsenen kennengelernt, und ich fand die richtig toll!“ Diese Erfahrung habe einiges bei ihr gelöst und sie geöffnet für Kirchenarbeit – „und jetzt bin ich hier!“
Fuseini kommt aus einem multireligiösen Haushalt: „Meine Mutter ist Christin, mein Vater Muslim. Wir haben mal so gelebt und mal so. Deshalb würde ich jetzt nicht sagen, ich bin nur dies oder jenes, sondern eher beides.“ Und eigentlich, sagt sie, fühle sie sich in beiden Welten heimisch.
Zunächst begann sie ein Studium in Industriemanagement, wechselte aber bald als Kauffrau in den Lebensmittel-Einzelhandel. Es folgten einige Stationen im kaufmännischen Bereich. Nach einer Weiterbildung in Diversity Management arbeitete sie lange freiberuflich, gab Antirassismus-Workshops. Zuletzt war sie als Assistentin bei einem Unternehmen für Ambulanzflüge beschäftigt. Flüge zu organisieren dürfte bei der VEM allerdings sehr viel entspannter werden, sagt sie: „Hier hängt nämlich kein Patientenleben daran, dass wir sofort den schnellsten Flug bekommen.“
Organisieren, unterstützen, planen
In der Division Global Programs, geleitet von Pfarrerin Félicité Ngnintedem, arbeitet Fuseini in den Abteilungen Advocacy, Global Education und Training & Empowerment. Generell ist ihre neue Stelle sehr davon geprägt, mit Menschen im Kontakt zu sein.
Besonders freut sie sich darauf, mit Menschen verschiedener Herkünfte und Nationalitäten zu sprechen, sich auszutauschen: Gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren, dabei zu unterstützen, aber auch inhaltlich mit zu planen. „Viele Sachen, die ich gerne gemacht habe, kommen zusammen und ich kann das alles verbinden.“
In ihrer Freizeit besucht Fuseini Veranstaltungen wie zum Beispiel im Swane Café von Selly Wane, beschäftigt sich mit Kunst – und begleitet ihren Sohn zu seinen Basketball-Spielen: „Der hat sich nämlich das Ziel gesetzt, in die NBA zu kommen, oder Polizist zu werden. Und deswegen werde ich so lange noch dort sitzen und die Daumen drücken, bis er in die NBA kommt.“
Wir heißen Phyllis Fuseini herzlich willkommen bei der VEM und wünschen ihr für ihre kommenden Aufgaben alles Gute und Gottes Segen.