Vom 10. bis 12. Juli 2026 kamen rund 25 ehemalige Mitarbeitende und aktuelle Freiwillige der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) zur Ehemaligentagung im Tagungshaus Auf dem Heiligen Berg in Wuppertal zusammen. Unter dem Motto „Von 1996 bis heute – Begegnungen im Wandel“ standen Erinnerungen, Austausch und der Blick auf die Zukunft der internationalen Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Rückblick auf 30 Jahre internationale VEM
Den Auftakt bildete ein Besuch der Sonderausstellung „30 Jahre internationale VEM“ im Museum auf der Hardt. Historische Exponate, Mitarbeitendenbriefe, Zeitschriften und Dokumente aus verschiedenen Jahrzehnten boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für persönliche Erinnerungen und Gespräche über den Wandel der VEM von einer deutschen Missionsgesellschaft hin zu einer internationalen Gemeinschaft von Kirchen.
Am Samstag eröffnete Kristensia Notanubun, VEM-Stipendiatin aus Westpapua, den inhaltlichen Teil mit einer Bibelarbeit zu Land, Gerechtigkeit und Hoffnung. Anschließend wurden die traditionellen Berichte aus den Regionen erstmals in Informations- und Gesprächsgruppen zu Afrika, Asien und Deutschland gestaltet. Das neue Format ermöglichte mehr Austausch, Rückfragen und persönliche Begegnungen.
Blick nach vorn: Die VEM im Jahr 2056
Ein besonderer Schwerpunkt war die Zukunftswerkstatt „Generationenrat 2056 – die VEM der Zukunft“. In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Themen Partnerschaft, Mission, Advocacy, Interkulturalität sowie Spiritualität und Glaube. Dabei ging es um die Frage, wie die VEM aussehen soll, wenn sie im Jahr 2056 ihr 60-jähriges Jubiläum als internationale Gemeinschaft feiert.
In den gesammelten Zukunftswünschen wurde deutlich, was viele mit der VEM verbinden: Gemeinschaft, Partnerschaft auf Augenhöhe, gelebter Glaube, Hoffnung und Frieden. Wünsche wie „Gemeinsam in die Zukunft“, „Leben und Glauben teilen“ oder „Nicht aufhören anzufangen“ brachten die Verbundenheit der Teilnehmenden mit der internationalen Gemeinschaft auf den Punkt.
Zeitzeug*innen erinnern sich
Auch der Blick zurück spielte eine wichtige Rolle: Am Samstagabend wurde der Film „Teilen und Vertrauen – Vom deutschen Missionswerk zur internationalen Missionsgemeinschaft“ gezeigt. Besonders eindrücklich war, dass mehrere Zeitzeug*innen anwesend waren, die selbst an der Vollversammlung 1993 in Ramatea, Botswana, teilgenommen hatten und ihre Erinnerungen mit der Gruppe teilten.
Am Sonntag berichtete VEM-Generalsekretär Dr. Andar Parlindungan über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Gemeinschaft. Den Abschluss der Tagung bildete ein Gottesdienst mit Abendmahl. In seiner Predigt unter dem Titel „The Mission Continues“ unterstrich Pfarrer Dr. Emmanuel Muhozi, Leiter der Division Afrika der VEM, die bleibende Bedeutung des gemeinsamen missionarischen Auftrags der weltweiten Kirche.
Gemeinsam weitergehen
Die Ehemaligentagung 2026 machte sichtbar, wie sehr die Geschichte der VEM von Begegnungen geprägt ist. Zugleich wurde deutlich: Die Fragen von Partnerschaft, Gerechtigkeit, Glauben und gemeinsamer Verantwortung bleiben auch für die Zukunft der internationalen Gemeinschaft zentral.