Zwei Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra haben mehrere hundert Häuser, Kindergärten, Kirchen und andere Gebäude zerstört. Mehr als 4.000 Menschen müssten in Zelten übernachten, berichtet die Christlich-Protestantische Toba-Batakkirche (HKBP), eine Mitgliedskirche der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Am Dienstag hatte die Erde in der Provinz Nord-Tanapuli gleich zwei Mal mit einer Stärke von 5,5 und 5,7 gebebt.
Kein Strom und Wasser
Im zentralen Kirchenbüro in Tarutung seien die Erdstöße deutlich zu spüren gewesen, sagte Pfarrer Ramlan Hutahaean, Generalsekretär der HKBP. Mehrere Dörfer südöstlich der Stadt seien aber besonders schwer getroffen. Allein elf Kindergärten und Schulen müssten wieder aufgebaut werden, sechs Kirchen seien ebenfalls zerstört worden. Die Strom- und Wasserversorgung sei für zwei Tage eingestellt worden.
1000 Wohnhäuser beschädigt
Nach ersten Schätzungen hätten die Beben etwa 1000 Wohnhäuser schwer beschädigt, so Hutahaean. Die Kirche unterstütze die betroffenen Menschen nun mit Nahrungsmitteln und Medikamenten.