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09.05.2022

„Gemeinsam auf Gottes Baustelle“

Die Teilnehmendenden der Süd-Nord-Tagung der VEM in Wuppertal; © Foto: VEM

Am 4. und 5. Mai fand die erste „Süd-Nord-Tagung“ der VEM in Wuppertal statt. Eingeladen waren alle Süd-Nord-Pfarrer*innen und –Mitarbeitende sowie Vertreter*innen der Gemeinden oder Kirchen, in denen sie arbeiten. 25 Personen tauschten sich eineinhalb Tage lang aus über ihre Erfahrungen, gegenseitigen Erwartungen, Irritationen und Konflikte, die sie miteinander erlebt hatten sowie über gelungene gemeinsame Vorhaben.

„Ich musste in Deutschland erstmal lernen, in meiner Gemeinde sehr deutlich zu sagen, was ich will und nicht darauf zu warten, dass man mich danach fragt“, berichtete ein Pfarrer. Die Vertreterin einer Gemeinde erklärte: „Wir haben uns gar nicht immer klar gemacht, welche Erwartungen wir eigentlich an die Pfarrerin aus Indonesien hatten. Jetzt würde ich mehr darauf drängen, dass wir das vorher stärker reflektieren.“ – „Vorsicht vor zu klaren Erwartungen“, entgegnete jedoch die Mitarbeiterin einer interkulturellen Arbeitsstelle: „Wir brauchen auch Freiraum in unserer Arbeit, um unsere Kreativität wirksam werden zu lassen!“

Diskutiert wurde ein Statement, das die Mitarbeitenden im vergangenen Jahr erarbeitet hatten. „Gemeinsam in Gottes Baustelle“ – der Titel des Statements – beschreibt das Ziel des Mitarbeitendenaustausches, international und interkulturell als gleichberechtige Kolleg*innen in gemeinsamen Vorhaben zusammenzuarbeiten, erneuernde pfingstliche Momente zu erleben, neue Impulse zu erhalten und damit die weltweite Zusammengehörigkeit der Kirchen zu stärken und zu unterstützen.

Als Problem wurde von allen Teilnehmenden angesehen, dass die rechtliche Stellung von Pfarrer*innen aus Kirchen anderer Länder außerhalb Deutschlands nicht immer klar sei. Dies könne eine vollständige Kollegialität und gleichberechtigte Zusammenarbeit in der Gemeinde erschweren oder verhindern. Sie aber ist das Ziel. Alle waren sich einig: Ein Gemeindepfarrer oder eine Gemeindepfarrerin braucht volles Stimmrecht im Presbyterium, unabhängig von der Frage, in welcher VEM-Mitgliedskirche er oder sie ordiniert wurde. Die Kirchen in der Region Deutschland wurden aufgefordert, Wege zu einer Gleichstellung zu ermöglichen.

Zurzeit arbeiten fünf Pfarrer*innen und eine Fachfrau für Diakoniemanagement in Gemeinden und Einrichtungen der Mitgliedskirchen in den deutschen Mitgliedskirchen der VEM. Sie kommen aus Tansania, Indonesien, den Philippinen und der Demokratischen Republik Kongo. In den kommenden Monaten werden zwei weitere Mitarbeitende aus Botswana und Indonesien ihre Arbeit in Deutschland aufnehmen.

Statement der Süd-Nord-Mitarbeiter*innen der VEM 2021: "Gemeinsam in Gottes laufendem Bauprojekt!

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