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"Ich war ein Fremder - und Du hast mich eingeladen"

VEM lädt Kirchenführer, Diakonie-Vertreter, Pastoren und Theologen aus Afrika, Asien und Deutschland vom 10. bis 15. November zu einem Seminar nach Stellenbosch in Südafrika ein. Thema der Tagung: „Inklusive Gemeinschaften und die Kirche – Realitäten, Herausforderungen und Visionen“.

Marginalisierte Menschen gibt es überall auf der Welt und Gründe für ihre Ausgrenzung gibt es viele: extreme Armut, kein Zugang zu Bildung und Ausbildung, Kinderarbeit, sexuelle Gewalt, Rassismus, Menschenhandel, Flucht und Vertreibung, Traumatisierung, traditionelle Gebräuche, Behinderungen oder Krankheiten wie Aids.  

Die Kirchen und ihre Gemeinden spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, diese Menschen in die Mitte der Gesellschaft zurückzuholen. Wie aber müssen Kirchen und Diakonie aufgestellt sein, um diese wichtige Arbeit gewährleisten zu können? Wie sollten Kirchengemeinden und ihre Vertreterinnen und Vertreter sich präsentieren, um für ausgegrenzte Menschen einladend zu wirken? Wie kann der Dienst an diesen Menschen gelingen und wie können die Ausgegrenzten in Kirche und Diakonie Heimat und Zuflucht finden? Diese und andere Fragestellungen werden Kirchenführer, Diakonie-Vertreter, Pastoren und Theologen fünf Tage lang eingehend diskutieren.

Eingeladen wurden hochrangige Referentinnen und Referenten aus Afrika, Asien und Deutschland. Alfred Jebanesan von der Methodisten Kirche von Sri Lanka wird zum Beispiel über „Inklusion im Kontext ethnischer und religiöser Diskriminierung in der Nachkriegssituation“ seiner von einem langjährigen Bürgerkrieg versehrten Heimat sprechen.

Esther Ngalle Mbonjo von der Evangelischen Kirche Kameruns wird den Teilnehmenden Einblick in eine Gesellschaft gewähren, die Witwen unter dem Vorwand kultureller Traditionen noch immer diskriminiert.

„Inklusion ist ein moderner Begriff, der im Zusammenhang mit der Verabschiedung der Konvention zum Schutz der Menschen mit Behinderung populär wurde“, erklärte Dr. Jochen Motte, VEM-Vorstandsmitglied und Leiter der Abteilung „Gerechtigkeit, Frieden und Bewährung der Schöpfung“ der VEM und Mitorganisator der Tagung, im Vorfeld der Tagung. „Wir möchten auf dem Seminar die Frage stellen, ob wir nicht vor dem Hintergrund der Begegnungen von Jesus mit Menschen und den Gleichnisgeschichten, von unserem Glauben her dazu aufgerufen sind, einladend und offen auf Menschen zuzugehen. Und zwar jenseits von sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, religiösen und anderen Grenzen. Dabei gilt es besonders darauf zu achten, dass wir diejenigen, die am ehesten aus dem Blickfeld zu geraten drohen, nicht übersehen. Wie das geschehen kann, das möchten wir untereinander an Beispielen aus der weltweiten Ökumene und natürlich aus den gastgebenden Kirchen in Südafrika erfahren", so Motte.

Organisiert wurde die internationale Tagung in Zusammenarbeit mit der Vereinigten Reformierten Kirche im Südlichen Afrika (Uniting Reformed Church of Southern Africa, URCSA), der Rheinischen Kirche in Südafrika  und der New World Foundation mit Sitz in Kapstadt.

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