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16.11.2022

Partnerschaften und subtiler Rassismus

Bischof Sageus /Keib empfing die Teilnehmenden der Konferenz. Foto: VEM.

Die Teilnehmenden setzten sich in intensiven Gesprächen mit ihren verschiedenen Perspektiven auf Rassismus auseinander. Foto: VEM.

23 Aktive aus Partnerschaften der VEM trafen sich im Oktober in Windhoek, Namibia. Sie kommen aus Namibia, Südafrika, Deutschland, Indonesien, der DR Kongo, Rwanda und Tansania, und sind in verschiedenen kirchlichen Partnerschaften engagiert. Subtiler Rassismus wird gerne ausgeblendet, stellt aber ein massives Hindernis auf dem Weg zu voller Partnerschaft dar.

Der tansanische Theologe Emmanuel Kileo, der acht Jahre lang in Deutschland als Gemeindepfarrer tätig gewesen ist, findet deutliche Worte dafür: „Wenn Gottes Ebenbild in jedem von uns gegenwärtig ist und mit unserer Menschenwürde zusammenhängt, dann entwürdigen wir Gott, wenn wir uns gegenseitig entwürdigen. Rassismus in der Kirche ist dann nicht nur eine Sünde, es ist Ketzerei, es ist wie ein Krebsgeschwür in unseren Kirchen“.

Deswegen ist es an der Zeit, sich diesem Thema zu stellen.

Sarah Vecera, von Deutscher Seite Referentin der Konferenz, sagt dazu: „Wir sind als Kirche so tief verstrickt in Rassismus, dass wir für all das erstmal Worte finden müssen.“ Die Teilnehmenden wüssten am Beginn des Prozesses nicht, „ob wir diesen Schmerz aushalten können“.

Das bedeutet, Rassismus in Partnerschaftsbeziehungen nicht mehr zu ignorieren, sondern anzuerkennen. Den Konferenzteilnehmenden ist bewusst, dass dieser Prozess schmerzhaft sein kann, dass er gleichzeitig aber Traumaheilung und neue Formen echter Partnerschaft ermöglicht.

Es geht dabei nicht um Verurteilung, sondern um Anerkennung von Schuld, von Schmerz und von Trauma. In rassistischen Prägungen aufgewachsen zu sein, vereint alle Teilnehmenden an Partnerschaften der VEM, in Asien, Afrika und Deutschland, wenn auch mit unterschiedlichen Perspektiven. Wie diese Anerkennung, und schließlich auch Heilung gelingen kann? Ein Beispiel sind Visolela und Erika, die an den entgegengesetzten Enden einer Rassistischen Gesellschaft aufgewachsen sind, und dennoch im Glauben zueinander gefunden haben.

Frauke Bürgers, Partnerschaftsbeauftragte der VEM und Organisatorin des Workshops, ist überzeugt: „Die Konferenz war ein großer Erfolg, vor allem die offene und vertrauensvolle Atmosphäre, in welcher auch Traumata und offene Wunden angesprochen werden konnten. Jetzt geht die Bitte und der Wunsch an die Partnerschaften, sich dem Thema gemeinsam in einem offenen Gespräch zu stellen, um so den subtilen Rassismus in der kirchlichen Partnerschaftsarbeit zu überwinden.“

Partnerschaft in der VEM: Gezeichnet von der Vergangenheit, verbunden im Glauben, und voller Hoffnung auf eine Zukunft, in der gemeinsam Heilung möglich ist.

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