Was in vielen deutschen Städten längst zur Adventszeit dazugehört, feierte am 4. Advent, dem 21. Dezember 2025, nun auch in Wuppertal eine eindrucksvolle Premiere: das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern im Stadion am Zoo. Tausende Menschen kamen zusammen, um sich singend auf Weihnachten einzustimmen – und setzten damit ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Solidarität.
Eingeladen hatten erstmals gemeinsam die evangelische und katholische Kirche in Wuppertal, der Wuppertaler Sportverein (WSV) und die Vereinte Evangelische Mission (VEM). Ab 16:30 Uhr verwandelte sich das Stadion in einen großen Chor – offen für alle Generationen und Konfessionen.
Eine Idee mit Geschichte
Die Idee für ein Stadionsingen in Wuppertal entstand bereits 2019, konnte jedoch aufgrund der Corona-Pandemie in den folgenden Jahren nicht umgesetzt werden. Seit Anfang 2025 arbeitete schließlich ein engagiertes Team aus Musik- und Eventfachleuten der beteiligten Kirchen und Organisationen intensiv an der Vorbereitung. Das Ergebnis: ein stimmungsvolles, professionell gestaltetes Event, das Menschen zusammenbrachte und lange nachklang.
Superintendentin Ilka Federschmidt beschrieb bei der Vorstellung des Projekts die gemeinsame Vision so:
Wir wünschen uns, dass ein wirklich schönes ‚Wir-Gefühl‘ in einer vielfältigen Mischung aus Menschen verschiedenen Alters, mit verschiedenen kulturellen und religiösen Hintergründen entsteht, das so bunt ist wie unsere Stadt.“ Weihnachten verbinde wie Fußball. Es sei für viele nach wie vor ein wichtiges Fest, auch wenn sie kirchlich nicht gebunden seien. „Damit verbinden wir Familie, Freundschaft und nicht zuletzt Frieden.“
Ein musikalischer Mix für eine vielfältige Stadt
Das musikalische Programm spiegelte bewusst die Vielfalt Wuppertals wider. Neben klassischen kirchlichen Weihnachtsliedern wie „Macht hoch die Tür“ oder „O du fröhliche“ erklangen bekannte sowie internationale Klassiker wie „Jingle Bells“ und „We Wish You a Merry Christmas“.
Begleitet und angeleitet wurde das gemeinsame Singen vom Kinder- und Jugendchor der katholischen Antoniusgemeinde Barmen (Antoniusmusik), dem Gospelchor NewCityVoices der evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen sowie dem Mittagspausenchor des Wuppertal Instituts. Die Chorleitungen lagen bei Stefan Starnberger (Antoniusmusik) und Tine Hamburger (NewCityVoices & WI-Chor).
Für besondere musikalische Akzente sorgte zudem die Oppaband unter der Leitung von Atti Reinhartz. Die musikalische Gesamtleitung übernahm Florian Franke. Zum Organisationsteam gehörte außerdem Jörg Spitzer, Referent für Kirchenmusik bei der VEM.
Singen für einen guten Zweck
Das Stadionsingen war nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch eine Benefizveranstaltung. In jeder Eintrittskarte war eine Spende von 50 Cent enthalten, die zu gleichen Teilen der Wuppertaler Stiftung „Kindertal“ und der Vereinten Evangelischen Mission zugutekam. Zusätzlich wurden vor Ort weitere Spenden gesammelt.
Mit ihrem Anteil unterstützt die VEM die Kampagne “Einfach Kind sein”, Projekte und Programme für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen in den VEM Regionen Afrika, Asien und Deutschland, unter anderem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und soziale Teilhabe. Das Stadionsingen verband so lokale Gemeinschaft mit globaler Verantwortung.
Mehr Informationen zur VEM Spendenkampagne “Einfach Kind sein” und Online Spenden finden Sie hier.
Ein starkes Zeichen mit Zukunft
Rund 5.000 singende Menschen sorgten für echte Gänsehautmomente im Wuppertaler Zoostadion. Für die Veranstalter*innen ist klar: Diese Premiere soll keine einmalige Aktion bleiben. Vielmehr soll das Stadionsingen den Auftakt zu einer neuen Adventstradition in Wuppertal bilden.
Die Vereinte Evangelische Mission dankt allen Beteiligten, Mitwirkenden, Partnerorganisationen und nicht zuletzt den vielen Menschen auf den Rängen, die mit ihren Stimmen und Spenden gezeigt haben:
Musik verbindet – und gemeinsames Handeln kann die Welt ein Stück heller machen.
Eindrücke und Highlights des Abends gibt es hier im Video auf YouTube!