27.05.2015
Bestärkt durch die internationale Partnerschaftskonferenz, die 2012 in Parapat, Indonesien, stattfand, sahen sich verschiedene VEM-Mitgliedskirchen ermutigt, ihre trilateralen Beziehungen zwischen Deutschland, Asien und Afrika auszubauen und voranzutreiben. So fand vom 5. bis 14. Mai 2015 eine Begegnung in der Kigeme-Diözese der EAR (Evangelical Anglican Church) in Ruanda statt, bei der vier Delegierte aus dem Kirchenkreis Lennep (EKiR, Deutschland), zwei Delegierte der GKJTU (Java, Indonesien) sowie Vertreter der EAR Kigeme-Diözese zusammenkamen, um gemeinsam nach neuen Wegen der Zusammenarbeit zu suchen.
Leitbild in die Praxis umgesetzt
Während ihres Besuches in der EAR-Kigeme konnten die Besucher feststellen, wie die Ziele aus dem Leitbild der VEM mithilfe der Partnerschaften konkret in die Praxis umgesetzt werden konnten: Diakonische Arbeit in Form von Gesundheitsinstitutionen, Entwicklung durch Schulen und Projekte zur ländlichen Entwicklung, Evangelisation in den einzelnen Gemeinden, in denen verschiedenste Gruppen und Gebetstreffen und stattfinden, die Predigten in den Sonntagsgottesdiensten sowie das Eintreten für Menschenrechte an der Basis der Entwicklungsarbeit. Trotz einzelner Unterschiede wurde festgestellt, dass die VEM-Mitgliedskirchen im Kern dasselbe Erbe in sich tragen, nämlich die evangelische Mission im Licht der Reformation voranzutreiben, welche 2017 weltweit ihr 500jähriges Jubiläum begeht.
Gegenseitige Besuche
Schon zu Beginn der Partnerschaftsbegegnung wurde die Verabredung getroffen, Besuche bei den jeweiligen Partnerkirchen durchzuführen. 2016 wird je eine Delegation aus Ruanda und Indonesien ihre Partnerkirchen in Deutschland besuchen, um miteinander zu beten, Erkenntnisse miteinander zu teilen, und sich untereinander auszutauschen. Weiterhin sollen die Treffen dazu dienen, die Zusammenarbeit der Partnerschaftskommittees besser zu koordinieren und einen gemeinsamen Newsletter zu entwickeln, der jährlich erscheinen soll und nach einem rotierenden System, beginnend in Deutschland, erstellt werden soll. Im zweiten Jahr liegt die Verantwortung auf ruandischer Seite, im dritten Jahr bei Indonesien. Die Partnerschaft wird von der Hoffnung getragen, dass der allmächtige Gott sie segnet und wachsen lässt.