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01.09.2020

Schutz von Dr. Denis Mukwege gefordert

Nobelpreisträger Dr. Denis Mukwege arbeitet als Gynäkologe im Krankenhaus "Parzi" in der Provinz Bukavu, DR Kongo. (Foto: Kakule Molo/VEM).

Nachstehend die Stellungnahme des Ökumenischen Netzes Zentralafrika (ÖNZ), dem die VEM angehört, in der wirksame Maßnahmen von der kongolesischen Regierung und der Bundesregierung zum Schutz des Friedensnobelpreisträgers Dr. Denis Mukwege gefordert werden. Auch die Mitgliedskirche der VEM, die Eglise du Christ au Congo (ECC), hat dazu eine Stellungnahme veröffentlicht.

Verstärkter Schutz für den Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege gefordert

Der kongolesische Friedensnobelpreisträger und Gynäkologe Dr. Denis Mukwege setzt sich seit vielen Jahren neben seiner ärztlichen Tätigkeit unermüdlich für ein Ende der Gewalt und der grassierenden Straflosigkeit im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ein. Aufgrund seines Engagements war er immer wieder Einschüchterungsversuchen und Drohungen ausgesetzt. In den letzten Wochen wurde eine Kampagne gegen ihn losgetreten, die bis hin zu Morddrohungen geht.

Die Zunahme der Drohungen begann, nachdem er die jüngsten Gewaltausbrüche in der Provinz Süd-Kivu verurteilt und gefordert hatte, dass alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Wie ernst diese Drohungen zu nehmen sind, zeigt ein tragisches Ereignis vom Oktober 2012, als bei einem Angriff auf Dr. Mukwege einer seiner Sicherheitsmänner sowie ein enger Freund getötet wurden. Die Täter wurden nie gefasst und zur Rechenschaft gezogen.

Das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) und seine Mitgliedsorganisationen unterstützen einen Aufruf kongolesischer Organisationen und Kirchen, die an die Verantwortung der kongolesischen Regierung und der staatlichen Sicherheitsdienste für die Garantie der Sicherheit von Dr. Mukwege appellieren. Außerdem müssen die Behörden ihren Ankündigungen nachkommen, glaubwürdige Ermittlungen aufzunehmen, um die Verantwortlichen für die vergangenen und gegenwärtigen Bedrohungen und Angriffe auf Mukwege zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen.

Die Bundesregierung – besonders mit dem deutschen Vorsitz des UN-Sicherheitsrates und der deutschen Ratspräsidentschaft der EU – sowie ihre Vertretungen vor Ort sollen sich dafür einsetzen, dass:

  • der Schutz für Dr. Mukwege und sein enges Umfeld verstärkt wird und eine unverzügliche Untersuchung der jüngsten Drohungen gegen ihn durchgeführt wird;

  • Maßnahmen für ein Ende der zunehmenden Unsicherheit in der Region und eine Untersuchung der dort stattfindenden Menschenrechtsverletzungen eingeleitet werden. Zudem muss auch die MONUSCO ihrer Verantwortung nachkommen und ihr Mandat zum Schutz der Bevölkerung umsetzen;

  • bei einer Verschärfung der Bedrohungen gegen Dr. Mukwege, die Möglichkeit besteht, ihn zeitweise außer Landes zu bringen, um sein Leben zu schützen.

Weitere Informationen sind auf der Website des ÖNZ abrufbar.

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