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07.12.2020

"United against Covid-19" in Indonesien

Beispielfoto: Mitarbeitende der GKPI-Kirche verteilen hier Lebensmittel in den umliegenden Dörfern. (Foto: GKPI)

Covid-19 breitet sich weltweit weiter über den Globus aus. Bevor die indonesische Regierung Verordnungen zur Beschränkung sozialer Kontakte herausgab, damit sich nicht noch mehr Menschen mit dem Virus infizieren, hatten sich in 36 indonesischen Provinzen bis zum 18. Juni 2020 über 41.400 Personen infiziert, 2.276 Personen starben. Das Problem ist, dass nicht alle Menschen die Corona-Schutzverordnungen befolgen können, insbesondere Menschen aus den mittleren und unteren Einkommensschichten. Das Leben geht weiter, und die Menschen haben tägliche Grundbedürfnisse. Deshalb ist es nicht leicht, einfach zu Hause zu bleiben. Auf der anderen Seite ist die indonesische Wirtschaft schwer getroffen. Fabriken wurden geschlossen; viele Arbeiterinnen und Arbeiter entlassen oder zumindest unbezahlt beurlaubt. Deswegen sind viele von ihnen jetzt einem höheren Risiko ausgesetzt, sich anzustecken und das Virus weiter zu verbreiten.

Die Christliche Kirche in Indonesien (HKI) ist wie eine große Familie. Sie hilft den Menschen aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen, die durch Covid-19 in Not geraten sind. Da die meisten HKI-Mitglieder zu den einkommensschwachen Familien gehören, sind es viele, die aufgrund der Covid-19-Beschränkungen Hilfe brauchen. Allein rund 50.000 Familien in Dörfern oder Städten brauchen Unterstützung für den Erhalt der täglichen Grundnahrungsmittel. Aus dem Hilfsfonds der Vereinten Evangelischen Mission hat die Kirche 40.000 Euro erhalten, die diesen Menschen jetzt zugutekommen.

Die Kirche verteilt Grundnahrungsmittel an bedürftige Menschen

Das extra gegründete „HKI-Peduli-Covid-19-Center“ koordiniert die Zuteilung der Projektgelder. Das Zentrum bewertet die Hilfsmaßnahmen und legt fest, wie diese sinnvoll umgesetzt werden können, damit die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. So verteilt das Peduli-Zentrum Grundnahrungsmittel an bedürftige Menschen und arbeitet dabei eng mit den Pastor*innen und kirchlichen Mitarbeitenden der jeweiligen HKI-Gemeinden zusammen. „Im Mai haben wir 2.000 Pakete mit Grundnahrungsmitteln wie Reis, Speiseöl, Nudeln, Milch, Zucker und Vitamine für Menschen in Not in Pematangsiantar, Simalungun, Tobasa und Medan verteilt. In die Pakete haben wir auch Masken gelegt, die Frauen, Männer und Menschen mit Behinderung des Berufsausbildungszentrums der HKI genäht haben“, betont HKI-Generalsekretär Pastor Dr. Batara Sihombing. Dadurch werde nicht nur Nächstenliebe praktiziert, sondern auch die Gemeinschaft wirtschaftlich gestärkt. „Wir helfen auch Menschen, die nicht zu unserer Gemeinschaft gehören und die in der Nähe des HKI-Synodenbüro leben – unabhängig von ihrer Religion oder Herkunft. Und wir unterstützen auch die hungrigen Brüder und Schwestern, die aus der Not heraus Lebensmittel stehlen, um zu überleben“, so Sihombing weiter.

Die Kirche versucht, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, werden die Sonntagsgottesdienste für Familien seit dem 22. März nicht mehr in der Kirche gefeiert, sondern digital. „Gottesdienst im Livestream“ heißt das neue digitale Format. Der Gottesdienst für die Sonntagsschulkinder sieht so aus: „Wir geben ihnen eine Botschaft, um sie zu stärken. Wir erinnern sie daran, Geduld zu haben, daheim zu bleiben, sich die Hände zu waschen, Menschenansammlungen zu meiden, sich eine Zeitlang nicht zu küssen und die Hände zu geben und in Gott zu leben“, sagt Pastor Batara Sihombing.

Die HKI initiiert Aufklärungskampagnen, um die Öffentlichkeit über die Gefahren von Covid-19 zu sensibilisieren. Gemeinsam mit jungen Erwachsenen unterschiedlicher Religionen desinfizieren die Jugendlichen der HKI nicht nur die evangelischen Kirchen, sondern auch andere religiöse Orte wie beispielsweise Moscheen und Tempel, das Mamre-Waisenhaus der Christlich-Protestantischen Kirche in Indonesien (GKPI) und das Elim-Waisenhaus der Christlich-Protestantischen Toba-Batakkirche (HKBP). „Mit diesen Aktivitäten wollen wir das Bewusstsein der Menschen schärfen und ihnen deutlich machen, dass wir zusammenarbeiten und zusammenhalten müssen“, so Sihombing. Das Projekt verbessere zudem die guten interreligiösen Beziehungen zwischen evangelischen Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften.

Pastorale Hilfe und anwaltschaftliche Interessenvertretung (Advocacy)

Kirchenmitglieder, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, werden seelsorgerlich betreut. Die HKI hat Gebetsteams gebildet, um die Gemeinschaft zu stärken und Kranken ein Gefühl der Solidarität zu vermitteln. Die Kirche ermöglicht ihren Kirchenmitgliedern jetzt auch, Telefonate über das Internet zu führen und stellt Kontaktpersonen zur Verfügung, die ein Ohr für die Probleme der Menschen haben. Darüber hinaus gibt es ein Advocay-Team, das anwaltschaftliche Interessenvertretung (Advocacy) anbietet und Gemeindeglieder darin unterstützt, ihre Rechte einzufordern.

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